Mit Normen gegen Produktpiraten

Produktpiraterie macht nach Schätzungen des internationalen Staatenbundes OECD rund 5 bis 7 Prozent des Welthandels aus. Markenkleidung, Software, Musik, Haushaltselektronik und sogar ganze Maschinen werden mit fremden Federn geschmückt, um sie teurer verkaufen zu können – meist zu Lasten derjenigen, deren Namen und Logos zu Unrecht genutzt werden.

Der Schutz vor diesem illegalen Treiben gehört zu den neueren Anwendungsfeldern der Normung, die am Sonntag, 14. Oktober, zum 43. Mal mit einem internationalen Gedenktag ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wird. Auch die INMAS GmbH nutzt diesen Anlass, um auf die wirtschaftliche Bedeutung von Normung und Standardisierung hinzuweisen.

Mehr als 6 Milliarden Euro gehen alleine dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau jährlich durch Produktpiraterie verloren, wie eine Umfrage des Branchenverbands VDMA ergeben hat. Experten aus Industrie, Forschung und Verbänden suchen nun international nach den besten Methoden der Fälschungssicherung, um entsprechende Normen zu erarbeiten. Neben technischen Maßnahmen werden auch Möglichkeiten untersucht, mit denen die Fälschung von Prüfzertifikaten und behördlichen Zulassungen eingedämmt werden kann. Beim Deutschen Institut für Normung (DIN) hat in diesem Jahr ein Ausschuss, der sich mit Produktpiraterie beschäftigt, die Arbeit aufgenommen.

Die Einführung solcher und anderer Normen bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, beginnend mit dem Know-how-Transfer bei sogenannten “Best-Practice”-Lösungen. Gleichzeitig helfen die Standards bei der unternehmensübergreifenden und internationalen Zusammenarbeit. Nicht zuletzt führt dies auch zu einem effizienteren Einsatz von Produktionsmitteln, von dem auch die Endverbraucher durch niedrigere Preise profitieren.

Die INMAS GmbH berät zahlreiche Unternehmen in verschiedenen Branchen beim Einsatz von Normen, um Produktionsabläufe schlank zu halten und größtmögliche Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Weitere Informationen:

info@inmas.de

INMAS beim Rexroth InfoDay

Manfred Skiebe bei Bosch RexrothWer in einem technischen Beruf arbeitet, muss sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und gesetzliche Regelungen in seinem Feld informieren, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Daher bietet die Bosch Rexroth AG, einer der weltweit führenden Spezialisten von Antriebs- und Steuerungstechnologien, seinen Kunden und Angestellten auf den regelmäßig stattfindenden „Rexroth InfoDays“ einen Überblick über wichtige Neuerungen. Im September zum zweiten Mal mit dabei: Normen-Experte Manfred Skiebe, Inhaber der INMAS GmbH in Bremen, mit einem Vortrag über die EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die funktionale Sicherheit für Maschinen und Anlagen.

Bei Bosch Rexroth hat das Thema Maschinensicherheit einen hohen Stellenwert. Mit „Safety on Board“ bietet das Unternehmen intelligente, technologieübergreifende Lösungen und Beratung, sowohl für Neukonstruktionen als auch für bestehende Anlagen. „Der kontinuierliche Austausch mit Experten wie Manfred Skiebe gewährleistet, dass alle Beteiligten immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung sind“, teilt Bosch Rexroth mit.

„Bei den vielen gesetzlichen Änderungen auf EU- und Bundesebene ist es nicht einfach, am Ball zu bleiben“, erklärt Skiebe. „Das gilt erst recht für die Vielzahl an Normen, die zur rechtssicheren Umsetzung der Richtlinien und Gesetze beachtet werden müssen. Durch die Einführung strukturierter Prozesse lässt sich das Problem jedoch in den Griff bekommen – dann ist der laufende Aufwand recht gering und die Sicherheit vor Geld- und Gefängnisstrafen groß.“ Auch die Ein- und Verkaufspreise könnten durch einen klugen Umgang mit Gesetzen und Normen optimiert werden, so Skiebe.

Die Teilnehmer des Rexroth InfoDays erfuhren, wie weit das Thema Maschinensicherheit mit aktuellen Richtlinien und Normen in ihre unterschiedlichen Tätigkeiten hineinreicht – und wie unterhaltsam es präsentiert werden kann. Auf dem nächsten Rexroth InfoDay wird Manfred Skiebe daher voraussichtlich erneut die aktuellen Entwicklungen vorstellen.