Haftung bei externem Normenmanagement

Haftung bei externem Normenmanagement: Haftung bleibt im Haus!

Nachdem das normenkundige Personal in den eigenen Reihen jahr­zehntelang ausgedünnt wurde, setzen einige Betriebe mittlerweile auf externe Unternehmen, um die CE-Kennzeichnung abzuwickeln. Während ein Dienstleister beispielsweise Risikoanalysen durchführt und Konformitätserklärungen ausfüllt, erstellt ein anderer die Betriebs­anleitungen.

Das Hauptproblem dabei: Die Haftung für Fehler – zumindest gegen­über den Behörden und den Kunden – bleibt immer im eigenen Unter­nehmen. Die Verantwortung kann auch durch entsprechende Klauseln im Vertrag nicht abgegeben werden.

Häufigste Probleme

Externe Dienstleister sind oft nicht ausreichend in die Abläufe ein­gebunden. Wird beispielsweise eine Maschine auf Kundenwunsch noch während des Fertigungsprozesses verändert, erfährt manchmal weder der externe Ersteller der Konformitätserklärung davon, noch der externe Autor der Betriebsanleitung. Geschieht dann ein Unfall, trifft das eigene Unternehmen die volle Verantwortung und es kann nur im Regresswege versucht werden, gegen die externen Dienstleister vorzugehen.

Empfehlung

Externe Unterstützung ist oft sinnvoll, aber am Ende sollten die Fäden im eigenen Hause zusammenlaufen. Jedes Unternehmen muss aus­reichend eigenes Know-how aufbauen, um die Verantwortung, die sich ohnehin nicht abgeben lässt, zuverlässig ausüben zu können.

Externe Dienstleister können Prozesse unterstützen, die vorhandene Kapazitäten überfordern würden, beispielsweise das Monitoring der gesetzlichen und normativen Veränderungen. Auch können sie einge­setzt werden, um das Know-how im eigenen Haus perspektivisch zu stärken.

 

Lernen Sie mehr darüber, wie INMAS GmbH Ihnen beim Normenmanagement zur Seite steht.

CE-Arbeitskreis

Im CE-Arbeitskreis bündeln Fachleute ihre Kompetenzen rund um alle Fragen der CE-Kennzeichnung. Auch die Mitarbeiter von INMAS sind an ihm beteiligt.

Der CE-Arbeitskreis agiert sehr praxisnah, greift ggf. aktiv in Unternehmensprozesse ein und stellt somit den Weg zu einer rechtssicheren CE-Kennzeichnung sicher.

Angesprochen werden vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie Elektrotechnik.

Der CE-Arbeitskreis ist bundesweit tätig.

Kompetenzen

  • Anlagensteuerung
  • ATEX (explosionsfähige Atmosphäre)
  • Bedienungsanleitungen
  • CE-Kennzeichnung
  • Dokumentation
  • Elektrotechnik
  • Geotechnik
  • Managementberatung
  • Qualitätsmanagement
  • Umweltmanagement
  • Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement
  • Normenmanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Produktsicherheit
  • Risikobeurteilung
  • Schaltanlagen
  • Sicherheitsbezogene Steuerung
  • Technische Sicherheit
  • Umweltschutz (Altlasten/Abfallwirtschaft)

Deutsches Lieferkettengesetz steht vor der Tür: Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)


75% der deutschen Bevölkerung befürworten eine gesetzliche Regelung

Der Referentenentwurf für das Gesetz stammt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Nach ersten Stellungnahmen und dem Regierungsentwurf 2021 folgten die Stellungnahme und die Lesung im Bundesrat bis das Gesetz am 25. Juni 2021 durch den Bundesrat gebilligt und am 22. Juli 2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Am 01. Januar 2023 tritt es in Kraft.

25 Millionen Menschen verrichten Zwangsarbeit,

79 Millionen Kinder leisten Kinderarbeit, weltweit etwa jedes 10. Kind

Ziel ist es, den Schutz der Menschenrechte innerhalb globaler Lieferketten zu verbessern und  grundlegenden Menschenrechtsstandards, wie das Verbot der Kinder- oder Zwangsarbeit, durchzusetzen. Dabei geht es nicht darum, auf der ganzen Welt deutsche Sozialstandards einzuführen. Dennoch tragen auch deutsche Firmen die Verantwortung zur Einhaltung von Menschenrechten in den Lieferketten. Das Gesetz soll außerdem dazu beitragen, den Umweltschutz zu fördern (da Umweltbelange mittelbar zu Menschenrechtsverletzungen führen können) und Ausbeutung einzuschränken.

Zivilrechtliche Haftungsregelungen werden durch das Gesetz nicht geschaffen.

Die Einhaltung von Menschenrechten, insbesondere in Lieferketten, beruhte bisher auf internationalen Leitlinien, die die Basis für gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR) bilden. Dabei geht es vor allem um die Umschreibung von Pflichten, die Einhaltung von Verhaltenskodexen und anderen Regeln, Prinzipien und Grundsatzerklärungen. Hierbei handelt es sich vorwiegend um freiwillige (Selbst-)Verpflichtungen.

Weniger als 20% der Unternehmen erfüllen ihre unternehmerische Sorgfaltspflicht

Das (neue) Gesetz stellt klare und umsetzbare Anforderungen an die Unternehmen zu ihren Sorgfaltspflichten und schafft so mehr Rechtssicherheit.

Dabei gelten die Vorgaben in der gesamten Lieferkette, die vom Rohstoff bis zum fertigen Endprodukt reicht. Die Anforderungen selbst gelten, je nach Einflussvermögen (eigener Geschäftsbereich, unmittelbarer und mittelbarer Zulieferer) auf den Verursacher der Verletzung sowie der Stufe innerhalb der Lieferkette in abgestufter Weise. Zusätzlich wird nach Art und Umfang der Geschäftstätigkeit, der typischerweise zu erwartenden Schwere der Verletzung und der Art des Verursachungsbeitrages unterschieden.

Im eigenen Geschäftsbereich und bei unmittelbaren Zulieferern ist die Verabschiedung einer Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte, eine Risikoanalyse, ein Risikomanagement und die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus umzusetzen. Kontrollierte Tochterunternehmen deutscher Unternehmen im Ausland gelten dabei als eigener Geschäftsbereich und nicht als erster Zulieferer.

Außerdem schreibt das Gesetz eine generelle Berichtspflicht und eine Handlungsplicht im Bereich der mittelbaren Zulieferer bei klaren Hinweisen auf Verstößen vor.

Die Einhaltung des Gesetzes wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen überprüft. Dabei prüft das Bundesamt Berichte und Beschwerden der Unternehmen und verhängt bei der Feststellung von Verstößen Bußgelder oder Ausschlüsse von der öffentlichen Beschaffung.

Durch die Behörde werden auch die Beschwerden von Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen geprüft, außerdem können die Betroffenen ihre Rechte vor deutschen Gerichten geltend machen. Zusätzlich können deutsche Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisation Betroffenen aus dem Ausland bei der Durchsetzung ihrer Rechte vor deutschen Gerichten unterstützen.

Der Abbruch von Geschäftsbeziehungen ist nur im Ausnahmefall, bei schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und erfolglosen Maßnahmen, geboten.

Das neue Gesetz gilt ab 2023 für rund 900 Unternehmen mit mehr als 3.000 MitarbeiterInnen. Im darauffolgenden Jahr wird der Geltungsbereich auf Unternehmen mit mehr als 1.000 MitarbeiterInnen ausgeweitet und wird dann rund 4.800 Unternehmen betreffen. Dies schließt auch Zweigniederlassungen ausländischer Unternehmen mit ein, die die Mitarbeiterzahlen in Deutschland erfüllen.

In der EU-Kommission wird derzeit über einen Entwurf für eine einheitliche europäische Regelung beraten. Eine einheitliche Regelung ist notwendig zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen und um als zweitgrößter Wirtschaftsraum dieser Welt eine Vorbildfunktion zu erfüllen.

Der derzeitige Stand des Entwurfs lässt eine weitere Verschärfung des deutschen LkSG erwarten. Die EU-Richtlinie soll eine zivilrechtliche Haftung von Unternehmen vorsehen und den Anwendungsbereich auf Unternehmen ab 500 MitarbeiterInnen und einem Umsatz von 150 Mio. Euro bzw. auf Unternehmen im Bereich Textil-/Fashionindustrie, Landwirtschaft/Ernährung, Rohstoffabbau, -verarbeitung und -großhandel ab 250 MitarbeiterInnen und 40 Mio. Euro Umsatz erweitern.


Quellen und externe Links :

AGU & INMAS: Eine starke Partnerschaft in der Normenwelt

Auch in diesem Jahr bot der Monat Oktober viele interessante Normenthemen. Mit dem Weltnormentag am 14. Oktober informierten die internationalen Normungsorganisationen (wie ISO und IEC) über die Möglichkeiten der Normung unter dem Titel „Shared vision for a better world“. Hierbei erinnerten sie dieses Jahr an die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, deren Umsetzung durch den Einsatz der Normen und Standards unterstützt wird.

Unser Kooperationspartner AGU hat mit der Normenmanagement-Lösung WISDOM einen wichtigen Baustein für den Einsatz von Normen und Standards in Firmen entwickelt und erfolgreich am Markt platziert. Auf Basis gepflegter Metadaten, erhalten Sie Hinweise auf neue, zurückgezogene und geänderte Dokumente und können interne Abläufe durch Workflows lenken. Dabei können Sie neben Normen und Gesetzen weitere Dokumente überwachen. Ein großer Vorteil ist dabei die Kompatibilität mit verschiedenen Metadaten- und Volltextlieferanten.

INMAS unterstützt in enger Kooperation die gemeinsamen Kunden beim Einkauf sowie der Bereitstellung der Daten und Dateien als externe Normenstelle und bietet weitere Normen-Dienstleistungen, wie Redaktionsarbeit bei der technischen Dokumentation.

Die gute, mittlerweile jahrelange Zusammenarbeit zwischen AGU & INMAS mündete nun erstmals in einem Gemeinschaftsstand auf dem wichtigsten Event der Normenanwender:
Am 6. und 7. Oktober waren wir Aussteller auf der ANP-Gemeinschaftssitzung 2022 mit 42. KNP beim DIN in Berlin. Dieses Jahr drehte sich alles um das Thema „Product Compliance und Normung – Marktzugang, Sicherheit, Nachhaltigkeit“. Als Berater für CE-Konformität und Technical Compliance-Themen (insbesondere mit dem Schwerpunkt Produktentwicklung) waren die Themen für INMAS besonders interessant und das WISDOM-Team hat viele Anregungen für die digitale Umsetzung mitnehmen dürfen.

Weiterbildung und Karrierebegleitung für Prozessmanager:Innen

Neue Qualifizierung mit Erfolg abgeschlossen / Haufe Expert Line


Bereits im letzten Jahr haben wir mit vielen anderen Trainer-Kollegen:Innen an einem neuen Format der Qualifizierung im Bereich Prozessmanagement für die Haufe Akademie gearbeitet. Nun ist der erste Lehrgang erfolgreich abgeschlossen, die „Lessons learned“ sind gesammelt und die Teilnehmer:Innen haben uns ein durchweg sehr gutes Feedback gegeben.

Dieser Lehrgang ist besonders durch seine berufsbegleitende und den eigenen Job unterstützende Fokussierung herausragend.

Glückwunsch an die Prüflinge zu ihrer bestandenen Prüfung! Und Glückwunsch an unseren Kooperationspartner Haufe-Akademie und seine Mitarbeiter:Innen für die erfolgreiche Konzeption.

Es macht wirklich Spaß!


Externe Links:

Haufe Akademie GmbH & Co. KG: „Lehrgang Geprüfte:r Prozessmanager:in“, https://www.haufe-akademie.de/31272, 28.06.2022

INMAS spendet für den guten Zweck

Görlitz, der 12. März 2022: In einer Mischung von Ergriffenheit und Faszination erlebten die Gäste im Kulturforum Synagoge in Görlitz ein FRÜHLINGSERWACHEN der außergewöhnlichen Art.
Unterstützt auch von der INMAS GmbH aus Bremen wurde an diesem Abend durch Lichtsäulen der fehlenden ukrainischen Sänger gedacht und mit dieser Veranstaltung Spenden für die ukrainische Bevölkerung gesammelt.

Wir freuen uns, dass wir hier unterstützen durften und danken allen Beteiligten der EUROPA CHOR AKADEMIE Görlitz für ihren Einsatz.

Maestro Sylvain Cambreling hatte gemeinsam mit Jan Hoffmann für den Abend ein feines Programm zusammengestellt. Es erklangen Werke von Hector Berlioz, Vaughan Willams, Peter Tschaikowsky, Francis Poulenc und die Uraufführung von „trois fables“, einer Eigenkomposition von Sylvain Cambreling. Das Programm versprach viel Arbeit für die Sängerinnen und Sänger des Chores und einen noch intensiveren Hörgenuss für unser Publikum.

Mit dem KULTURFORUM SYNAGOGE war ein Veranstaltungsort gewählt, der diesem Streifzug durch die Chormusik Europas einen wunderbar passenden Rahmen bot. Hier war der Chor der EUROPA CHOR AKADEMIE bereits 2018 zu Gast – damals noch im Rohbau, verglichen mit den heutigen, erstklassigen Möglichkeiten des Hauses.

Programm
Vaughan Willams: Messe g-moll
Hector Berlioz: Le Ballet des ombres
Peter Tschaikowsky: 7 Chöre zur Chrysostomos-Liturgie
Sylvain Cambreling: Trois fables
Francis Poulenc: Un soir de neige

Klavier und Orgel
Prof. Magdalena Blum

Solisten der EUROPA CHOR AKADEMIE

Einstudierung
Jan Hoffmann

Dirigent
Sylvain Cambreling



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Technical Compliance

Liebe Leserinnen und Leser,

die TÜV Nord Akademie hat mit mir ein ausführliches Interview zum Themenbereich „Technical Compliance“ geführt.
Lesen Sie bitte darin wichtige Aspekte dieser Thematik, die Unternehmen beachten müssen, um rechtssicher und gesetzeskonform ihre Geräte, Anlagen und Maschinen zu installieren bzw. zu betreiben.

Ich wünsche Ihnen anregende Unterhaltung!

Uwe Hermann
Geschäftsführer INMAS GmbH


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Komplexe Aufgaben sicher beherrschen

Projekte erfolgreich planen und realisieren

Je komplexer und digitaler die Technologien werden, umso mehr wachsen auch die Anforderungen an die zielgerichtete Projektplanung und -realisation. Um der Rolle gerecht zu werden, muss die Projektleitung stets den Überblick über den Verlauf und die Ressourcen des Projekts behalten. Nur so können sie bei Abweichungen oder Herausforderungen mit geeigneten Maßnahmen entgegensteuern. „Projektmanagement ist ein facettenreiches Aufgabenfeld. Es beginnt bei der Klärung der Zielsetzung, umfasst u. a. Punkte wie eine Ressourcen- und Kostenkalkulation, geht bis zur transparenten Kommunikation mit verschiedenen Stakeholdern und schließt auch die Dokumentation des gesamten Projekts mit ein“, so Dirk Nagels , Geschäftsführer, Berater und Trainer bei der INMAS GmbH und Autor des Technical Online Courses (TOC) „Methoden des technischen Projektmanagements“ des VDI Wissensforums.


Von der Initiierung bis zum Projektabschluss

Die Steuerung technischer Projekte kann sehr komplex sein – ab einer gewissen Größe und Komplexität werden sie auch gerne als „Unternehmen im Unternehmen“ betitelt. Darum ist es wichtig, frühzeitig alle relevanten Informationen und involvierten Gruppen zu kennen. Der zentrale Planungsbaustein ist der Projektstrukturplan, kurz PSP. Die hierarchische Darstellung aller Arbeitspakte im Projekt dient später der Termin-, Ressourcen-, Kosten- und Leistungsumfangplanung. „Der PSP sollte als lebendes Dokument verstanden werden, welches im Laufe des Projekts immer wieder angepasst wird“, sagt Nagels. „So wird stets der aktuelle Stand abgebildet und zudem für Transparenz gesorgt. Die nötige Flexibilität darf hierbei trotz aller Planung nicht fehlen.“

Zu Beginn kann zudem eine Stakeholder-Analyse nützlich sein. Die Stakeholder sind interessierte oder durch das Projekt betroffene Personen, die ins Boot geholt werden müssen. Sie aus der Rolle des Betroffenen in die Rolle eines Beteiligten zu heben, stärkt ihre Akzeptanz und ihren Einsatz für das Projekt. Dafür ist eine transparente Kommunikation unumgänglich. Um diese Transparenz und einen Überblick zu wahren, muss eine Dokumentation vereinbarter Ziele und Maßnahmen stattfinden. Es ist ratsam, dass der Projektleiter mit dem Auftraggeber konkrete Zahlenwerte abstimmt, die bei der Eingrenzung von Projektumfang, der strategischen Bedeutung und der Wirtschaftlichkeit des Projekts helfen. Auch die finale Dokumentation nach Projektabschluss stellt sicher, dass bis zum Schluss keine offenen Punkte, Anforderungen oder sogar Mängel unbearbeitet bleiben.


Risiken als Chancen sehen

Projektmanagement bedeutet zudem, sich permanent neuen Herausforderungen zu stellen. Dazu gehören Änderungen im Projekt, die trotz aller sorgfältigen Planung immer auftreten können. Eine Risikoanalyse vorab, in der Risiken und konkrete Gegenmaßnahmen benannt werden, kann Abhilfe schaffen. Wird ein Risiko vorzeitig entdeckt und als Chance gesehen, können Maßnahmen abgeleitet oder vorbereitet werden. Dazu werden alle Risiken aufgelistet und nach Wahrscheinlichkeit priorisiert. Dies gibt die Möglichkeit, eine bewusste präventive Fehlerkultur zu etablieren und Raum für offene Kommunikation zu schaffen.

Die Arbeit auf Distanz, der Paradigmenwechsel in der Führung von agilen Teams und somit der erste Schritt in das Thema New Work gehören aktuell ebenso in dieses Umfeld wie sich verändernde, agile Teamstrukturen und das mobile Arbeiten aus dem Homeoffice. Diese Faktoren lassen die Anforderungen an eine gute Organisation und Kommunikation weiterwachsen. „Neben Kenntnissen im Projektmanagement sind daher auch Soft Skills im Bereich Führung, Kommunikation und Organisation von Vorteilen“, so Nagels.

 

Externe Links:

VDI Wissensforum: „Komplexe Aufgaben sicher beherrschen“, https://www.vdi-wissensforum.de/news/komplexe-aufgaben-sicher-beherrschen/, 10.01.2022
VDI Wissensforum: „Methoden des technischen Projektmanagements“, https://www.vdi-wissensforum.de/technical-online-course/methoden-des-technischen-projektmanagements/, 10.01.2022

Achtung im Umgang mit den künftigen GPS-Normen

DIN EN ISO 22081
Die in Technischen Zeichnungen sehr häufig angezogene Normenreihe ISO 2768 zu Allgemeintoleranzen entstand vor 30 Jahren und musste nun aufgrund des neuen ISO-GPS-Systems angepasst werden.

Mit der Überarbeitung der ISO 2768 wurde sehr schnell klar, dass eine daraus entstehende Neufassung kein adäquater Ersatz sein würde, daher vergab man eine zusätzliche Normennummer: ISO 22081.
Allerdings wurde in der Schlussphase der Erstellung der neuen ISO 22081:2021 – auch von deutscher Seite unbemerkt – seitens ISO im Vorwort und in den bibliografischen Daten der ISO 22081 der Hinweis aufgenommen, das ISO 22081:2021 die ISO 2768-2:1989 ersetzt.
Ein solcher Ersatz war jedoch nie geplant und ist technisch-inhaltlich nicht möglich, weshalb auch früh eine abweichende Normnummer gewählt worden war.

FOLGE: Dieser fehlerhafte Verweis konnte nun nicht mehr rückgängig gemacht werden und führt dazu, dass jeder undatierte Verweis auf ISO 2768-2 (z. B. auf sehr vielen Produktzeichnungen vor der Veröffentlichung von ISO 22081:2021) auf ISO 22081 übergeht und dadurch in einem Vertragsverhältnis u. U. erhebliche Risiken verursacht, wenn die Unterlagen nicht aufwändig überarbeitet werden.
Im nationalen Vorwort der DIN EN ISO 22081 ist eine Vorgehensweise erwähnt, die mit geringem Aufwand den Fehler korrigiert und die Verwendung nun veralteter Zeichnungen sicher macht:
In jeder betroffenen technischen Produktdokumentation (u. a. Zeichnung) muss eine Datierung des Verweises auf ISO 2768-2:1989 vorgenommen werden (überwiegend ist die Norm undatiert erwähnt!). Dann ist zur Interpretation der Produktdokumentation, insbesondere der vielen bestehenden wiederverwendbaren Zeichnungen, auf jeden Fall wie vorgesehen die ISO 2768-2 anzuwenden.
Selbstverständlich kann heute mit der ISO 22081 in Kombination mit der DIN 2769, in der die Toleranzklassen und Allgemeintoleranzwerte festgelegt sind, welche die Anforderungen der ISO 22081 ergänzen, gearbeitet werden.

DIN EN ISO 21920-1/-2/-3
Leider hat sich der o. g. Fehler auch bei dieser neuen Norm wiederholt.
Die ISO 21920 ersetzt in Kürze die bisherigen Normen (ISO 1302, ISO 4287, ISO 4288, ISO 13565-2 und ISO 13565-3) zur Angabe von Oberflächeneigenschaften mechanischer Bauteile im ISO-GPS-System.
Auch hier gibt es die Empfehlung als einfachste und am wenigsten aufwendige Vorgehensweise in alten Zeichnungen die entsprechenden Zeichnungseinträge der anzuwendenden Normen zu datieren.

NAUTOS ersetzt die PERINORM

Die 2019 vom Beuth Verlag angekündigte Normen-Management-Lösung NAUTOS steht in den Startlöchern: Mit der Abschaltung der PERINORM zum 31.12.2021 wird NAUTOS ihre Aufgabe übernehmen und erweitern. Aus diesem Grund wurden laut Beuth-Verlag bereits im Laufe dieses Jahres alle PERINORM-Kunden auf NAUTOS migriert. Abgesehen von der erweiterten Funktionalität von NAUTOS ist der auffälligste Unterschied der Wechsel zur sogenannten Extended Markup Language (XML). Dabei handelt es sich um eine Auszeichnungssprache deren bekanntester Vertreter vermutlich das aus dem Internet bekannte HTML-Format ist.
Eine der Stärken des XML-Formats liegt im Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemplattformen, denn XML ist keine Programmiersprache sondern eine Art „Anweisung“ wie strukturierte Daten als Textdatei dargestellt werden und gewährt dadurch ein hohes Maß an Flexibilität und Abwärtskompatibilität.
Aufgrund ihres Aufbaus sind XML-Dateien sowohl von Menschen als auch Maschinen leicht zu lesen.
Um XML-Export-Dateien gemäß ihres Anwendungszwecks zu erweitern ist allerdings ein grundlegendes technisches Verständnis von Nöten – Programmierer können jedoch auf sogenannte XML-Parser („Zerteiler“) zurückgreifen. Diese bringen den Vorteil mit sich, dass sich der Programmierer selbst wenig Gedanken über die Syntax der Daten machen muss, was allerdings auch zu Unachtsamkeiten bei der Programmierung führen kann. Außerdem sind XML-Dateien durch ihre Struktur ungemein größer als z. B. CSV-Dateien. Beim Austausch großer Datenmengen sollte man also über eine nachträgliche Komprimierung nachdenken.

Sie merken: Hier ist Expertenwissen erforderlich!
Die derzeitige Informations- und Datenlage lässt uns noch keine praktische Aussage zu dem System NAUTOS treffen.
INMAS wird Sie aber weiterhin schnell und unkompliziert, als auch aktuell über Normenveränderungen informieren.


Externe Links:

Beuth Verlag GmbH: „NAUTOS“, https://www.beuth.de/de/normen-management/nautos/, 16.12.2021