REACH-Verordnung: Textilprodukte bekommen neue Grenzwerte

In Schuhen und Textilien finden sich sehr viele – auch problematische- Chemikalien.

Diese gelangen entweder als Verunreinigungen während der – teilweise menschenunwürdigen -Herstellbedingungen in Entwicklungsländern in die Textilien, oder sie werden bewusst zugesetzt, um ihnen bestimmte Eigenschaften zu verleihen.

Die Chemikalien gefährden sowohl diejenigen, die die Hosen, Kleider, Hemden usw.  herstellen, als auch den Textilien tragenden Kunden.

Daher hat die EU-Kommission in der Verordnung 2018/1513 vom 10.10.2018 bestimmte CMR-Stoffe nach Überschreitung bestimmter Grenzkonzentrationen in Kleidung, anderen Textilien und Schuhwaren verboten (Nr. 72 im Anhang XVII der REACH-VO Nr. 1907/2006).

In diesem Zusammenhang und zur Erinnerung, weist INMAS darauf hin, dass im Juni diesen Jahres Blei auf die REACH SVHC (Substances of Very High Concern) Kandidatenliste aufgenommen wurde.

Das bedeutet: Sollte ein Erzeugnis die Blei-Konzentrationsgrenze von 0,1% überschreiten, bestehen Kommunikationspflichten in der Lieferkette. Hersteller und Lieferanten von Erzeugnissen (z.B. Halbzeugen, Bauteilen, Maschinen, Elektroartikel etc.) müssen dann ihre gewerblichen Kunden informieren. Für Maschinen heißt das konkret, dass jedes kleinste Erzeugnis des Gesamterzeugnis als Bezugsgröße für die Berechnung herangezogen wird.

Das alles bedeutet allerdings noch kein Verbot, Registrierung oder Zulassungspflicht für Blei. Erst nach den Schritten „Bewertung“ (wie Tonnage, Verbreitungsgrad der Verwendung und Folgeabschätzung) wird entschieden, ob der Zulassungsprozess anläuft.

INMAS bekommt Unterstützung im Bereich CE-Management und Normenmanagement

Wir freuen uns Ihnen heute unseren neuen Mitarbeiter Herrn Bernd Schwarzenegger vorzustellen.

Herr Bernd Schwarzenegger von BSchwarzenegger GMCT e.U., Global Management Consultancy & Training ist freiberuflicher Mitarbeiter der INMAS GmbH und für Österreich und die Schweiz zuständig. Sein Schwerpunkt liegt neben Qualitätssicherung, im Bereich CE- und Normen-Management.

info@bs-gmct.eu

NormenNews August

News

Die Normenstelle informiert

ISO 45001

DIN 77005-1 Lebenslaufakte für technische Anlagen

In Zeiten zunehmender Vernetzung trägt die Norm dazu bei, Informationen zu strukturieren und sie einfacher zugänglich zu machen. Die Notwendigkeit von einheitlichen Lebenslaufakten für die Industrie betonte auch das Standardization Council Industrie 4.0 in der gemeinsam mit DIN und VDE|DKE herausgegebenen Normungsroadmap Industrie 4.0.

Eine Lebenslaufakte enthält alle Informationen zur technischen Anlage, über den gesamten Lebenszyklus des Objekts. Von der DIN 77005-1 profitieren unter anderem Planer, Anlagenbetreiber, Instandhaltungsdienstleister und Gutachter, die mit anlagenbezogenen Tätigkeiten betraut sind.

Hanser Verlag/DIN

Neue ISO 50001 kommt im August: Energiemanagement jetzt richtig implementieren!

auch in den kommenden Jahren sollen die Energiepreise weiter steigen. Um aus der Energiekostenspirale auszubrechen, führen immer mehr Unternehmen ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach DIN EN ISO 50001 ein. Denn mit einem systematischen und professionellen Energiemanagement entscheiden sie sich nicht nur für eine langfristige und nachhaltige Steigerung der Energieeffizienz, sondern können auch die Energiekosten im Unternehmen deutlich senken.

Die neue DIN EN ISO 50001 wird nach der laufenden Revision noch im August 2018 kommen.

Welche Veränderungen hält die Revision der ISO 50001 für ihre Anwender bereit? Wir fassen den Revisionsentwurf zusammen.

Revision der ISO 50001 stellt auf High-Level-Structure um

Dass sich die ISO 50001:2019 strukturell massiv von der ISO 50001:2011 unterscheiden wird, ist kein großes Geheimnis mehr. Sie teilt in Zukunft mit anderen großen Managementsystem-Normen (ISO 9001, ISO 14001 etc.) die High Level Structure (HLS). Die ISO-Direktiven haben dafür im Annex SL eine einheitliche Struktur, einheitliche Definitionen sowie Grundanforderungen für ISO- Managementsystem-Normen zusammengestellt. Das soll die Integration in ein gemeinsam geführtes Managementsystem erleichtern. Der Aufbau der Norm wird sich also wie folgt verändern:

ISO 50001:2011 ISO 50001:2019 (HLS)
1 Scope 1 Scope
2 Normative references 2 Normative references
3 Terms and definitions 3 Terms and definitions
4 Energy management system requirements 4 Context of the organization
4.1 General requirements 5 Leadership
4.2 Management responsibility 6 Energy planning
4.3 Energy policy 7 Support
4.4 Energy planning 8 Operation
4.5 implementation and operation 9 Performance evaluation
4.6 Checking 10 Improvement
4.7 Management review

 

Die Revision der ISO 50001 ändert laut Entwurf außerdem folgende Elemente:

Stärkere Berücksichtigung der betrieblichen Umwelt

Stärkere Berücksichtigung der betrieblichen Umwelt. Darunter fasst die Norm den Kontext der Organisation und die interessierten Parteien. Sie betrachtet alle internen und externen Elemente, die die erfolgreiche Umsetzung des Energiemanagementsystems und dessen Ziele beeinflussen.

Risikobasierter Ansatz

Wenn dieser Lieferant, dieser Kunde wichtig ist für die Zielerreichung in meinem Energiemanagementsystem, dann geht damit auch das Risiko einher, dass er hier für mich negative Entscheidungen trifft. Dieses Bewusstsein von „Risiko” sorgt für Vorbeugungsmaßnahmen im geschäftlichen Alltag. Die Einflussfaktoren und Risiken müssen Unternehmen schriftlich erfassen und regelmäßig hinterfragen.

Auch bei der Planung sind Organisationen nun angehalten zu hinterfragen, welche Chancen und welche Risiken es gibt, welche Risiken unvermeidlich sind und mit welchen Maßnahmen diese eliminiert oder verringert werden können.

Messungen sind nie gänzlich fehlerfrei

Ziele müssen messbar sein, aber nur, wenn sich dies realistisch umsetzen lässt. Außerdem klammert die Norm den Begriff „fehlerfreie“ Messung aus.

Ausführlichere Anleitungen und klarere Definitionen

Zum Beispiel betont die Norm nun, dass in der energetischen Bewertung die relevanten Variablen, die aktuelle energiebezogene Leistung und die Personen mit einer möglichen Einflussnahme auf den wesentlichen Energieeinsatz (= SEU) bestimmt und dokumentiert werden müssen. Eine weitere wichtige Konkretisierung: Bei den dokumentierten Informationen sollen immer Gültigkeit, Versionsstand sowie das Erstellungsdatum des Dokuments kenntlich sein.

Bildung eines Energieteams

Im Gegensatz zur alten Norm muss die oberste Leitung jetzt keinen Energiemanagementbeauftragten mehr berufen. Die Verantwortung lastet nunmehr auf dem Energiemanagementteam. Die Norm betont nun, wie wichtig die Unterstützung durch die Führungskräfte ist sowie dass die einzelnen Personen unterstützt und angeleitet werden müssen.

Kontinuierliche Verbesserung

Es reicht nicht mehr, einen Status quo beizubehalten und nur die energiebezogene Leistung zu verbessern, sondern die Ordination muss einen Weg finden, kontinuierlich ihre prozessualen Strukturen zu optimieren.

 

Quelle: https://www.weka.de/energie/revision-der-iso-50001/

Novellierte TRBS 1111 unterstützt umfassender bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung

Seit Mitte Mai 2018 können Betriebe auf die neu gefassten Technischen Regeln TRBS 1111 und TRBS 1001 zurückgreifen. Gerade die TRBS 1111 wurde umfassend geändert. Außerdem hat der Ausschuss für Betriebssicherheit die erste Empfehlung zur Betriebssicherheit veröffentlicht.

TRBS 1111 „Gefährdungsbeurteilung“ wurde deutlich erweitert 

Am 9. Mai 2018 wurde die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1111 „Gefährdungsbeurteilung“, grundlegend überarbeitet und deutlich auf 23 Seiten erweitert und im Ministerialblatt veröffentlicht……

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REACH-Registrierung: Letzte Übergangsfrist der REACH-Registrierung ist Ende Mai 2018 abgelaufen – Registrierung aber dennoch möglich

Unternehmen waren im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH angehalten, bis zum 31. Mai 2018 alle chemischen Stoffe bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) anzumelden, die sie in einer Menge von bis zu 100 Tonnen pro Jahr auf dem europäischen Markt vertreiben.

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Neue ASR A2.2

Neue ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ erschienen – Was hat sich geändert?

Seit dem 18. Mai 2018 ist die neue Fassung der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ anzuwenden.

Für Arbeitgeber bedeutet das, dass sie alle bisher getroffenen Maßnahmen überprüfen und ggf. anpassen müssen. Was hat sich gegenüber der vorherigen Fassung geändert? Lesen Sie weiter!

Hier