Weltnormentag 2021

Am 14.10. steht die Arbeit aller in und an der Normung beteiligter Personen im Fokus. An diesem Tag wird ihnen zu Ehren der internationale Weltnormentag gefeiert und damit auf die Bedeutung der Normung hingewiesen.

Gefeiert wurde der Weltnormentag das erste Mal 1970 von der ISO (International Organization for Standardization) – das gewählte Datum soll an die erste 25-Länderkonferenz mit dem Ziel einer internationalen Normung, am 14.10.1946, erinnern. In der ISO sind derzeit 165 Länder mit ihren nationalen Normungsorganisationen vertreten.

Seit 2001 bildet die ISO zusammen mit der IEC (International Eletrotechnical Commission) und der ITU (International Telecommunication Union), die Arbeitsgemeinschaft World Standards Cooperation (WSC).
Unter der WCS hat das Konzept des Weltnormentages seit dem Jahr 2009 größere Bedeutung erlangt: Das gesetzte Ziel ist es, Fach- und Expertenwissen sowohl in Industrieländern als auch in Entwicklungsländern auszutauschen und sich gegenseitig dabei zu unterstützen Standardisierung durch den Aufbau von Programmen und Datenbanken zu fördern. Bereits 2009 wurde der Weltnormentag unter dem Motto „Normung gegen den Klimawandel“ begangen.

Dabei werden Normen als Reaktion auf das Bedürfnis aus dem Markt, basierend auf Expertenmeinungen und im Konsens entwickelt. Entstanden sind dabei bereits 24.060 ISO-Standards, die uns in allen Bereichen des Lebens begleiten.[1]

In diesem Jahr lautet das Motto:
„Unsere gemeinsame Vision für eine bessere Welt – Standards für nachhaltige Entwicklungsziele“

Dabei geht es vor allem um die Schaffung und den Einsatz von Normen, um die 17 Ziele der Vereinten Nationen zu erfüllen, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Darunter finden sich neben Zielen hinsichtlich des Klimawandels auch humanitäre Ziele. Einheitliche ISO-Normen sollen das Erreichen dieser ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Ziele unterstützen.

Laut der ISO sind heute schon über 22.000 Normen direkt auf diese 17 Ziele anwendbar.[2]

In Deutschland gedenkt das Deutsche Institut für Normung (DIN) dem Weltnormentag. Beim DIN arbeiten ca. 35.000 Experten daran, nationale und internationale Normen und Standards zu entwickeln, die den Handel fördern, die Qualität sichern und für den Schutz der Gesellschaft und der Umwelt sorgen.

Die im Ausschuss für Normenpraxis (ANP) an der Erstellung von Normen beteiligten Mitglieder stammen aus Unternehmen, Forschung, öffentlicher Hand und von Verbraucherseite. Auch unsere Experten der INMAS GmbH sind Teil dieser Gemeinschaft.

Und wir sind uns sicher, dass die heutigen gesellschaftlichen Probleme sowie die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam gelöst werden können.

Normung ist Teamarbeit – und sie ist global!


Externe Links:

[1] ISO.org: „Benefits of standards“, https://www.iso.org/benefits-of-standards.html, 14.10.2021
[2] ISO.org: „Sustainable Development Goals“, https://www.iso.org/sdgs.html, 14.10.2021

Gebrauchsanleitung heißt jetzt Nutzungsinformation!

Die aktuelle Ausgabe der Norm „Erstellung von Nutzungsinformationen (Gebrauchsanleitungen) für Produkte – Teil 1: Grundsätze und allgemeine Anforderungen“ der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) ist ab sofort erhältlich.

Bereits im April 2020 wurde die internationale Fassung (2019-05) als Europäische Norm übernommen. Bislang existierte allerdings nur die EN-Ausgabe aus dem Jahr 2012 auch als deutschsprachige DIN-Norm. Gegenüber dieser DIN EN 82079-1:2013-06 wurden folgende Änderungen vorgenommen (gekürzte Auswahl):

  • Nutzungsinformationen wurde als allgemeiner Begriff für Gebrauchsanleitungen eingeführt
  • Der Abschnitt „Grundsätze“ wurde überarbeitet
  • Der Prozess für die Erstellung der Nutzungsinformationen ist nun integriert und beschrieben
  • Empirische Methoden zur Evaluierung von Nutzungsinformationen werden beschrieben
  • Die erforderlichen beruflichen Kompetenzen werden umfassender beschrieben
  • Allgemeine Anforderungen an Nutzungsinformationen zu komplexen Systemverbunden wurden ergänzt
  • Anleitungen für Produkte zur Selbstmontage wurden berücksichtigt
  • Eine Anleitung hinsichtlich der Erfüllung der festgelegten Anforderungen wurde hinzugefügt

Die DIN EN IEC/IEEE 82079-1:2021-09 umfasst 78 Seiten und ist für 121,31 Euro beim BEUTH-Verlag erhältlich.


Externe Links:

BEUTH-Verlag: „DIN EN IEC/IEEE 82079-1:2021-09“, https://www.beuth.de/de/norm/din-en-iec-ieee-82079-1/342226844, 27.08.2021


Interne Links:

Wertvolle Informationen zur Umsetzung der DIN EN 82079-1

ISPM-15 – Brexit hat EU-Holzverpackungsunternehmen kalt erwischt

Die „International Standards For Phytosanitary Measures 15“, sinngemäß „Internationale standardisierte Maßnahmen zum Pflanzenschutz 15“, ist eine von der IPPC erstellte Norm, die seit dem Jahr 2002 die Behandlung von Holzverpackungen beschreibt.

Die ISPM-15 ist notwendig, um die Einfuhr von Krankheitserregern und Holzschädlingen während des internationalen Handelsverkehrs zu verhindern und die einheimischen Waldbestände zu schützen.
Die Norm gilt für Verpackungen aus Vollhölzern dicker 6 mm, wie z. B. Paletten, Stauholz (Garnier) oder Holzkisten. Entsprechend ist sie nicht auf bereits verarbeitete Hölzer, wie z. B. Sperrholz oder Spanplatten anzuwenden.

Die Behandlung sieht das Entrinden und eine anschließende Hitzebehandlung bei 56° C oder das ausschwefeln mit Sulfurylfluorid bzw. begasen mit Brommethan vor.

Als Nachweis der Behandlung dient das IPPC-Kennzeichen, aufgrund des Designs auch umgangssprachlich als „wheat stamp“ (dt. Weizenstempel) bekannt.

Bereits 80 Länder, darunter die 27 EU-Staaten (seit 2005), haben die ISPM-15 übernommen, wobei die Anwendung der Norm innerhalb des EU-Binnenmarktes nicht verpflichtend ist.

Aufgrund des Brexits hat diese Regelung nun aber die europäischen Unternehmen, deren Holzverpackungen sich ausschließlich im Im- und Export mit Großbritannien befinden, kalt erwischt:
Sie sind jetzt in der Pflicht, die für die erfolgreiche Kennzeichnung nötigen Prozeduren anzuwenden bzw. zunächst entsprechende Voraussetzungen kostspielig nachzurüsten.
Dasselbe gilt natürlich auch für britische Firmen, die den EU-Markt beliefern.

Vielen betroffenen Unternehmen wird dies erst jetzt klar und schätzungsweise die Hälfte aller Paletten im Umlauf entsprechen derzeit nicht der ISPM-15.
Bislang drückt der Zoll auf beiden Seiten der Grenze noch die Augen zu, sollte sich dies allerdings zeitnah ändern, wird es zu einem massiven Problem in den Lieferketten werden.

In Deutschland wird die ISPM-15 in DIN-Normen, aber auch innerhalb der Regelwerke des VDI und der Bundeswehr zitiert, wie z. B:

• DIN EN 16648 – Erhaltung des kulturellen Erbes – Transportmethoden
• DIN EN ISO 18613 – Paletten für die Handhabung von Gütern – Reparatur von Flachpaletten aus
• VDI 3462 Blatt 1 – Emissionsminderung – Holzbearbeitung und -verarbeitung –
• BAAINBw TL 3990-0036 – Technische Lieferbedingungen – Vierwege-Flachpalette aus Holz mit Rücksprung
• VG 95621 – Verschläge aus Holz, offen für Versorgungsgüter bis 1 000 kg – Konstruktionsrichtlinien
• VG 95629 – Holz für Kisten und Verschläge – Fachgrundnorm


Glossar:

IPPC: International Plant Protection Convention (Internationales Pflanzenschutzübereinkommen)

Externe Links:

 

Rechtssicherheit gewährleisten durch Compliance-Management

Sie werden immer mehr und es wird für viele Unternehmen immer undurchsichtiger:

  • Deutsche, europäische und internationale Vorschriften,
  • Verordnungen,
  • Regelwerke sowie
  • Normen

aus den Bereichen Umweltschutz, Gesundheits-/Arbeitsschutzschutz, sowie den Sicherheitsaspekten von Menschen und Daten (kurz HSE) oder dem Produktsicherheitsgesetz zur gesicherten Produktentwicklung (Produkt-Compliance) und der dazugehörenden CE-Konformität.

Alle diese Regelungen einzuhalten und zusätzlich nachweisbar zu dokumentieren, ist, selbst mit einem funktionierenden QM-System, kaum zeitnah im Unternehmensalltag unterzubringen; zumal diese, wenn auch notwendigen Aufgaben und Maßnahmen, nicht unmittelbar der Wertschöpfung dienen.

Angesichts dieser Auflagen ist der Aufbau und die Organisation eines ganzheitlichen Compliance-Managementsystems entscheidend für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die Vorteile sind:

  1. Sicherheit und Beweis der Vertrauenswürdigkeit gegenüber Kunden, Geschäftspartnern Stakeholdern und Behörden;
  2. Sicherheit und Kontinuität im unternehmerischen Handeln;
  3. Minimierung von Schadens- und Haftungsrisiken;
  4. optimieren von Prozessen;
  5. erfüllen von Organisations- und Aufsichtspflichten;
  6. Dadurch ein wertvoller Wettbewerbsvorteil nicht nur bei öffentlichen Ausschreibungen.

In wenigen Schritten zu mehr Compliance

Mit unserer begleitenden Software UEBA vergessen Sie keine Prüfungsintervalle mehr und brauchen sich zukünftig, mit der Unterstützung unserer Experten, nicht mehr um Änderungen an den Sie betreffenden Gesetze, Verordnungen und sonstigen Regelungen kümmern; das machen wir für Sie!

Damit erhalten Sie ein wirksames und organisationsweites Compliance-Managementsystem und dokumentieren Ihre Rechtskonformität.

Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot erstellen. Sie werden staunen!

Nutzen Sie unser Kontaktformular. Sie können uns natürlich auch anrufen oder eine E-Mail schreiben.

DIN 5008 – Schreib- und Gestaltungsregeln für die Text- und Informationsverarbeitung

Die neue DIN 5008:2020 ist da!

Die letzte Reform der DIN 5008 liegt neun Jahre zurück. Nun hat sich der Normenausschuss „Informationstechnik und Anwendungen“ einmal mehr mit den Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung befasst.
Seit 01. März 2020 gilt die neue Norm. Unser geschätzter Kollege Uwe Freund von „uwe freund seminare“ aus München stellt uns seine kostenlosen Schnell-Referenzkarten „DIN 5008“ zur Verfügung, auf denen Sie a
lle Vorgaben und alle Neuerungen übersichtlich und kompakt im A5-Format finden können.
Besuchen Sie gerne seine Homepage, wenn Sie darüber hinaus Informationen zur DIN 5008:2020 suchen.

Externe Links:
PDF-Download: DIN 5008:2020 Schnellreferenzkarten
Internetauftritt: www.uwefreund.com


Quelle:

Uwe Freund: „Die neue DIN 5008 auf einen Blick“, https://www.uwefreund.com/fraguwe-de/din-5008/din-5008-referenzkarte, 06.05.2020

DIN SPEC 91404 – Leitfaden zur Standardisierung von Instandhaltungsprozessen

Das Deutsche Institut für Normung e. V. veröffentlichte vor Kurzem eine neue Spezifikation (DIN SPEC), die vom
FIR e. V. an der RWTH Aachen und weiteren Partnern im Zuge des PAS1-Verfahrens erarbeitet wurde.

Diese DIN SPEC 91404:2020-03 stellt ein Verfahren für die Standardisierung von Instandhaltungsprozessen für Prozess- und Produktionsanlagen für die Praxis bereit. Dabei werden nach DIN 31051:2019-06 die Grundmaßnahmen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung betrachtet.

Dieses Verfahren soll dabei branchenübergreifend von der Industrie genutzt werden, sowohl von unternehmensinternen Instandhaltungsorganisationen als auch von eigenständigen Instandhaltungsdienstleistern.

1 Publicly Available Specification = öffentlich verfügbare Spezifikation

 

Links:

BEUTH Verlag

FIR e. V. an der RWTH Aachen

DIN 5008 – Entwurf

Dieser Norm-Entwurf wurde vom Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA), Arbeitsausschuss NA 043-03-01 AA Text- und Informationsverarbeitung für Büroanwendungen, erarbeitet. Die Schreib- und Gestaltungsregeln für die Text- und Informationsverarbeitung sind aus bewährten Erfahrungen der Praxis und Erkenntnissen der Rationalisierung entstanden.

Frist zur Stellungsnahme ist der 22.07.2019 –  Arbeitsausschuss NA 043-03-01 AA „Text- und Informationsverarbeitung für Büroanwendungen“

Noch gilt die Norm von 2011

Änderungen

Schulung Mai 2019


Ganz klar: Wer auf dem Markt für Werkstoffe optimal aufgestellt sein will, sollte über einschlägige Kenntnisse der Werkstoffnormung verfügen.

Was bedeutet die Umstellung auf eine einheitliche europäische bzw. internationale Werkstoffnormung für Ihren Betrieb oder Ihr Unternehmen?

  • Muss man auf Eigenschaftsänderungen gegenüber nationalen DIN-Normen achten?

Diese und viele andere für Ihr Unternehmen wichtige Fragen beantworten wir Ihnen in unseren Seminaren und Weiterbildungen zum Thema Produktentwicklung und Werkstoffe.

Europäische Werkstoffnormung

Internationale Werkstoffnormung

Schulung: Erstellen von Werknormen und Standards

16. April 2019 in Bremen

Sie erstellen und schreiben Standards, Anweisungen und Werknormen?

Um diese Datenwerte nach dem Stand der Technik zu erstellen, z.B. nach DIN 820-2, bieten wir Ihnen Seminare an, sodass Sie stets über diese Abläufe und Vorgehensweisen informiert werden. Dadurch erhalten Sie die Sicherheit, die Dokumente normativ richtig zu erstellen.

Eine Firma ein einheitliches Erscheinungsbild.

Natürlich können die Informationen auch für Anleitungen eingesetzt werden. Hierzu werfen wir auch einen Blick auf die EN 82079.

Hier ein paar Stichworte:

  • interne Abläufe
  • Bezugsnormen überwachen, aber wie?
  • 5 Jahresüberprüfung
  • Richtige Wortwahl
  • Aufbau einer Übersicht – Werknormenbezeichnung

Anmeldungen für das Seminar am 16. April

 

INMAS – IST-Aufnahme

Sie möchten Ihre Verwaltungskosten senken, Sie möchten nicht unnötig teure Software für die Normenverwaltung kaufen und dann damit allein gelassen werden?

Mit INMAS läuft das anders: Wir stellen Ihren wirklichen Bedarf fest!!

INMAS wird die normative Struktur, die Umsetzung der Normung und die Erfahrung in der Anwendung der Normung in einer IST-Aufnahme aufnehmen.

INMAS stellt folgende Schwerpunkte dar: Sichtung und Beurteilung der vorhandenen Stammdaten, normative Aktualität innerhalb der Stammdaten, Einflussnahme normativer Prozesse auf Unternehmensstrukturen, Normenmanagement – insbesondere Werknormen, Untersuchung des Änderungsdienstes – Überwachung des Normenbestandes.

Bevor teure Software angeschafft wird, sollte dieser Prozess unbedingt durchgeführt werden!