Wegweiser durch Normen und Gesetze

Die INMAS GmbH leistet mit dem System „IntraNorma“ umfassende Unterstützung für Unternehmen, die den Aufwand für die rechtssichere Einhaltung von Normen, Gesetzen und Unternehmensstandards auf ein Minimum reduzieren möchten. Das aktuell erschienene Update „Intranorma 4.0“ bietet dabei zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten, um allen Mitarbeitern genau die benötigten Informationen schnell und leicht verständlich zur Verfügung zu stellen. Die Software, die in Kooperation mit der PC-Force GmbH entwickelt wurde und ein hohes Maß an Automatisierung ermöglicht, wird dabei mit den individualisierten Inhalten von den Experten der INMAS GmbH gefüttert. Sie kann auch von den Anwendern im Unternehmen selbst leicht angepasst werden. Somit ist dieses Programm ein Baustein für ein Standardisierungsmanagement.

Alle Mitarbeiter bleiben auf dem neuesten Stand

Normen, Standards und Richtlinien müssen nicht nur aus rechtlichen Gründen eingehalten werden, sondern helfen oft auch bei der Kostenoptimierung oder bei der Erschließung internationaler Märkte. Kaum ein Unternehmen schafft es jedoch, selbst jederzeit den Überblick über neue Normen und Gesetze zu behalten – und dann auch noch einzuschätzen, wie sie sich auf die unterschiedlichen Prozesse, Produkte und Mitarbeiter auswirken. Da viele Regelwerke auch stark verschachtelt sind und sich teilweise aufeinander beziehen, wird es noch schwieriger, die rechtssichere und kosteneffiziente Umsetzung zu gewährleisten.

IntraNorma verfolgt daher einen umfassenden Ansatz: Was automatisiert werden kann, wird von der Software erledigt, aber die fachlichen Einschätzungen für die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens werden von den Fachleuten geliefert – und dann von der Software den betroffenen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Basis bildet der individuelle Bedarf des Unternehmens

Bei der Einführung von IntraNorma analysiert INMAS zunächst den Bedarf des Unternehmens. Die benötigten Normen, Richtlinien und Standards werden dann in der Software hinterlegt – auf Wunsch des Kunden mit einer Zusammenfassung und einer Erläuterung, welche Bedeutung das Dokument für den einzelnen Betrieb hat, beispielsweise für Zeichnungen, Stammdaten oder die CE-Risikoanalyse.

Nach der ersten Einrichtung überprüft INMAS kontinuierlich alle neuen Richtlinien, Normen und Normenänderungen – davon gibt es monatlich ungefähr 1000 – hinsichtlich der Relevanz für das Unternehmen. So müssen nur die wirklich notwendigen Dokumente gekauft werden und alle Betroffenen wissen sofort, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Die Funktionalitäten von IntraNorma können präzise auf die Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens angepasst werden. Auch die Integration in andere Unternehmenssoftware, die Einbindung von Werknormen und –standards sowie die Einrichtung einer mehrsprachigen Lösung sind möglich.

Zahlreiche Neuerungen

Erweitert wurden jetzt unter anderem die Möglichkeiten der Referenzierung von Inhalten: Jedes Dokument kann mit einem anderen verknüpft oder kommentiert werden, um auf die Zusammenhänge hinzuweisen. Auch die Nutzerverwaltung wurde erheblich ausgebaut: Zugangsdaten, Berechtigungen und Lizenzmerkmale können jetzt beispielsweise deutlich flexibler verwaltet werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das System an die Bedürfnisse einzelner Anwender oder Gruppen anzupassen.

Nicht zuletzt wurden in der aktuellen Version 4.0 auch die Schnittstellen zu anderen Programmen ausgebaut. So kann IntraNorma nun mit der Material-Datenbank Total Materia verknüpft werden. Auch das Andocken an das Programm CE-Ready für die Erleichterung der CE-Kennzeichnung oder an IMFASI für die Arbeitssicherheit sowie an verschiedene weitere Programme ist möglich.

Demo-Zugang auf Anfrage

Wer IntraNorma testen möchte, kann zunächst einen einfachen Demo-Zugang erhalten. Eine kurze Anfrage an INMAS unter E-Mail info@inmas.de genügt. Dort sowie unter Tel.  0421 69 21 71 66 werden auch weitere Informationen erteilt.

Kein einheitlicher Umgang mit Normen in der Rechtsprechung

In Unternehmen taucht immer wieder die Frage auf, welche Bedeutung die Anwendung relevanter Normen bei der Rechtsprechung hat, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt. „Einerseits sind Normen rechtlich nicht bindend, andererseits wird von Unternehmen aber erwartet, dass sie den aktuellen Stand der Technik einsetzen – und dieser wird vor allem durch Normen definiert“, erklärt Manfred Skiebe, Geschäftsführer der INMAS GmbH, die Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen im Bereich der Normung und Standardisierung berät. Eine Hilfestellung bietet nun die Kommission für Arbeitsschutz und Normung (KAN): In ihrer aktuell veröffentlichten Studie „Rechtsprechung zu technischen Normen und normenähnlichen Dokumenten hinsichtlich ihrer Bedeutung für Sicherheit und Gesundheitsschutz“ analysiert sie die Auswirkung der Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung von Normen in realen Gerichtsurteilen.

Gerichte entscheiden in jedem Einzelfall neu

In der Kommission Arbeitsschutz und Normung kooperieren Arbeitgeber, Arbeitnehmer, der Staat, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung und das Deutsche Institut für Normung, um gemeinsam den Arbeitsschutz in der Normung zu verankern. Neben deutschen technischen Normen wurden in der Studie auch internationale Normen sowie andere Regeln der Technik – beispielsweise VDI-Richtlinien – berücksichtigt.

Die Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass Gerichte in der Regel nicht zwischen den normativen und den informativen Inhalten eines Dokuments unterscheiden. Zur Frage, weswegen eine Norm oder ein normenähnliches Dokument geeignet ist, eine Rechtsvorschrift zu erfüllen, wird in den meisten Urteilen allerdings nichts gesagt. „Gerichte übernehmen das Ergebnis bzw. die Inhalte einer Norm bzw. eines normartigen Dokumentes in ein Urteil, sofern es in die Systematik der meist unbestimmten Rechtsvorschriften passt“, schreiben die Autoren der Studie. Mit anderen Worten: Gerichte entscheiden in jedem Einzelfall neu, ob sie Normen in die Begründung ihres Urteils aufnehmen – und sie berücksichtigen diese besonders gerne, wenn dadurch das anderweitig gefundene Ergebnis weiter unterstützt wird. Die Studie ist kostenlos erhältlich und kann im Internet unter http://bit.ly/kan-studie als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Grundlegende Informationen zur Normung

Neben der Berücksichtigung dieser Studie lohnt sich für alle, die sich mit Normung beschäftigen, auch ein intensiver Blick in die DIN-Norm 820-2 („Normungsarbeit, Gestaltung von Dokumenten“), laut INMAS-Geschäftsführer Skiebe die „Bibel des Normers“. Dort wird unter anderem der Aufbau von Normen beschrieben. Auch werden zahlreiche Hinweise zum Umgang mit internationalen Normen gegeben.

Weitere Informationen erteilt Manfred Skiebe unter Tel. 0421 56969255 oder E-Mail skiebe@inmas.de.

Mehr Klarheit bei der Normung zur Maschinensicherheit

Die Grundnorm DIN EN ISO 12100 gibt Leitsätze und Begriffsdefinitionen für die Gewährleistung der Sicherheit von Maschinen, allerdings gilt sie als schwer verständlich – insbesondere im Zusammenspiel mit anderen wichtigen Normen. Die internationalen Standardisierungsgremien haben daher einen Leitfaden veröffentlicht, der seit Juli 2016 auch auf Deutsch erhältlich ist. Unter der Bezeichnung DIN ISO/TR 22100-1 erklärt das Dokument die Zusammenhänge zwischen der Grundnorm und den zahlreichen Typ-B- und Typ-C-Normen, die gezielte Vorgaben für spezielle Sicherheitsaspekte, Schutzeinrichtungen oder Gerätetypen bereitstellen.

Die INMAS GmbH, die Unternehmen bei der wirtschaftlichen und rechtssicheren Anwendung von Normen unterstützt, empfiehlt Konstrukteuren und Herstellern von Maschinen eine Überprüfung ihrer bisherigen Vorgehensweise unter Berücksichtigung des neuen Leitfadens. „Bis jetzt herrschte oft große Unklarheit, welche Normen bei der Umsetzung der DIN EN ISO 12100 zugrunde gelegt werden müssen“, erklärt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe. „Der neue Leitfaden erleichtert die Zuordnung erheblich.“

Das Dokument, das auch als „DIN SPEC 33886“ veröffentlicht wurde, erläutert die Einteilung von Normen zur Maschinensicherheit in Typ-A-Normen, Typ-B-Normen und Typ-C-Normen sowie deren wechselseitigen Beziehungen. Darüber hinaus wird die Realisierung einer hinreichenden Risikominderung bei der praktischen Konstruktion von Maschinen dargestellt. Zum besseren Verständnis zeigt eine bildliche Darstellung die Einordnung vieler Dokumente in den Prozess.

Ergänzend zum ersten Teil des Leitfadens bietet ein zweiter Teil (DIN ISO/TR 22100-2) konkrete Hinweise auf die Beziehung zwischen der Grundnorm DIN EN ISO 12100 und der ISO 13849-1, die sich mit Gestaltungsleitsätzen zu sicherheitsbezogenen Teilen von Steuerungen beschäftigt. „Dieser Teil ist bereits 2014 erschienen, allerdings ist er in vielen Unternehmen noch nicht bekannt“ erläutert Skiebe. „Es lohnt sich auf jeden Fall, die Prozesse in der Konstruktion und Produktion auch mit diesem Dokument abzugleichen.“

Der Leitfaden (offizielle Bezeichnung: „Technischer Report“) DIN ISO/TR 22100 kann beim Beuth Verlag in Berlin oder bei Austrian Standards in Wien erworben werden. Fachliche Auskünfte erteilt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe unter Tel. 0421 56969-255 oder E-Mail skiebe@inmas.de.

INMAS verstärkt Präsenz in Süddeutschland

Das IBDT Ingenieurbüro Daniel Trost (Landshut) vertritt die INMAS GmbH (Bremen) künftig im süddeutschen Raum bei der Betreuung von Kunden zu den Themen Normung und CE-Kennzeichnung. Insbesondere übernimmt Inhaber Daniel Trost die Beratung und den Vertrieb rund um die Softwarelösungen IntraNorma und CE Ready. Auch für Interessenten aus Österreich und der Schweiz steht der Spezialist für Werkstofftechnik und Normenmanagement als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit IntraNorma hat INMAS ein System entwickelt, das den Aufwand für die Einhaltung von Normen, EU-Richtlinien und Unternehmensstandards auf ein Minimum reduziert. Es verbindet eine intuitiv bedienbare Software mit dem fachlichen Know-how der INMAS-Mitarbeiter, die alle Normenänderungen überprüfen und bewerten. „Unternehmen erhalten auf diese Weise genau die Informationen, die sie benötigen – in übersichtlicher, leicht verständlicher und schnell umsetzbarer Form“, erklärt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe.

Das Programm CE-Ready unterstützt Betriebe gezielt bei der Umsetzung der CE-Kennzeichnung, die in der EU für das Herstellen und Inverkehrbringen fast aller technischer Produkte erforderlich ist. Die Nutzer werden Schritt für Schritt durch den Prozess geführt, wobei die Risikoanalyse und –beurteilung einen Schwerpunkt bildet. Auch für die Dokumentation der Betriebs- und Arbeitssicherheit ist ein Modul verfügbar.

Süddeutsche Unternehmen, die Interesse an diesen Lösungen haben oder andere Fragestellungen rund um Normung und CE-Kennzeichnung besprechen möchten, erreichen Daniel Trost unter Tel. +49 871 / 202 85 640 oder Mobil +49 176 703 22 119 oder E-Mail daniel.trost@trost-ingenieurbuero.de.

Ü-Zeichen mit CE-Kennzeichnung?

Ü-Zeichen mit CE-Kennzeichnung?

Geregelt durch ein EuGH Urteil im Oktober 2014 – ein Stellenwert der europäischen Normung, die wir seit der Vorankündigung der Bauproduktenverordnung bereits vorausgesagt haben. Folgender Hintergrund mit nachstehendem Urteil sind entschieden:

Zum Hintergrund

Bei Bauprodukten, für die es europäisch harmonisierte Normen gibt, fordert das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in der Bauregelleiste B zusätzlich zur CE-Kennzeichnung eine nationale Zulassung, die durch das Ü-Zeichen dokumentiert wird. Nach Auffassung des DIBt dürfen Bauprodukte ohne diese nationale Zulassung in Deutschland nicht eingebaut werden.

Das Urteil

Der Hauptzweck der Bauproduktenrichtlinie bestehe darin, Handelshemmnisse zu beseitigen indem die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Bauprodukte innerhalb der Union frei vermarktet werden können. Ein Bauprodukt, an welchem die CE-Kennzeichnung nach der Bauproduktenverordnung angebracht sei, entspreche sämtlichen Bestimmungen, so dass die Brauchbarkeitsvermutung ohne weiteres greife.
Die Anbringung nationaler Kennzeichnung ist somit nicht gestattet.
(Komplette Urteils Rechtssache: C-100/13)

DIN EN ISO 4017

Neue Norm für Sechskantschrauben mit Gewinde bis Kopf.

Ebenfalls im Oktober geändert wurde die Norm für Sechskantschrauben mit Gewinde bis zum Kopf, die DIN EN ISO 4017/2014-10

Grundsätzlich wurden keine gravierenden Änderungen vorgenommen. Wir haben für Sie einen kompletten Vergleich vorgenommen – die Ergebnisse des Vergleichs finden Sie hier…

Kundeninformation

Wichtige Kundeninformation

Nach Einführung des IntraNormas im Jahr 2009 wurde das Programm stetig erweitert, den Bedürfnissen unserer Kunden angepasst und professionalisiert.

Wer gut bleiben will, muss besser werden.
Diesem Grundsatz haben auch wir uns natürlich auch verschrieben.
Die Normung entwickelt sich ständig weiter und auch wir haben unsere Produkte für eine normative Unterstützung, mit dem Gedanken Ihnen die Arbeit zukünftig zu erleichtern, weiterentwickelt.

Somit wird unser Informations- und Normenverwaltungssystem „IntraNorma“ ab dem 01.12.2014 für alle Kunden eingeführt und ausschließlich zur Verfügung stehen.

Um Ihnen auch weiterhin die Hohe Qualität unserer Dienstleistung anbieten zu können, ist dieser Schritt unumgänglich.

Bei Fragen können Sie uns unter info@inmas.de erreichen.

Entwurf DIN EN ISO 9001:2014-08 veröffentlicht

Endlich ist sie da – Erscheinungsdatum der 2014-07-25 – der Entwurf der neuen ISO 9001.
Für diejenigen, die sich aktiv mit dem Inhalt des Entwurfes beschäftigen wollen, der Hinweis: die Einspruchsfrist endet am 25.09.2014.

Die Kommunikation ist hierbei über den Arbeitsausschuss NA147-00-01 AA zu führen.

Nachstehend möchten wir Sie über die Änderungen gegenüber den Ausgaben 2008-12 und der Berichtigung 1 aus 2009-12 informieren (diese und nachstehende Information ist ebenfalls unter www.beuth.de einzusehen).

Änderungen

Gegenüber DIN EN ISO 9001:2008-12 und DIN EN ISO 9001 Berichtigung 1:2009-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) die Norm wurde grundlegend überarbeitet.

Eine Übersicht der wesentlichen Änderungen findet sich in Anhang A;

b) die Abschnittsreihenfolge wurde verändert, damit sie mit der in den ISO-Direktiven festgelegten
Grundstruktur für Managementsystemnormen („High Level Structure“) übereinstimmt.
Im Zuge dessen wurde auch der Anhang zu Entsprechungen zwischen ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004 entfernt, da zukünftig beide Normen der gleichen Struktur folgen werden;

c) der in den ISO-Direktiven festgelegte einheitliche Basistext, die gemeinsame Benennungen sowie die Basisdefinitionen für den Gebrauch in Managementsystemnormen wurden übernommen.
Neu sind in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden Punkte:

  • es wurde ein Abschnitt 4 zur Bestimmung des Kontexts der Organisation eingefügt, der die Bestimmung der interessierten Parteien und ihrer für das Qualitätsmanagementsystem relevanten Anforderungen umfasst;
  •  es wurde der „risikobasierte Ansatz“ hervorgehoben (siehe vor allem 6.1);
  •  „dokumentierte Information“ wurde als neuer Sammelbegriff der bisher bekannten „dokumentierten Verfahren“ und „Aufzeichnungen“ eingeführt, die Forderung nach einem Qualitätsmanagementhandbuch ist entfallen;

d) anstelle von „Produkten“, was bislang „Dienstleistungen“ umfasste, wird nun ausdrücklich von „Produkten und Dienstleistungen“ gesprochen, um die Bedeutung der Norm für den Dienstleistungssektor hervorzuheben;

e) die für die Anwendung der ISO 9001 relevanten Begriffe und Definitionen aus der ISO 9000 wurden in das Dokument übernommen;

f) der prozessorientierte Ansatz würde gestärkt und neue Anforderungen wurden formuliert (siehe vor allem 4.4);

g) im Zusammenhang mit Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse in der Organisation wird der „Beauftragte der obersten Leitung“ für das Qualitätsmanagementsystem nicht mehr explizit gefordert;

h) Festlegungen zur Planung und Durchführung von Änderungen am Qualitätsmanagementsystem eingefügt (siehe 6.3);

i) Festlegungen zu Tätigkeiten nach der Lieferung des Produkts bzw. Erbringung der Dienstleistung eingefügt (siehe 8.5.5);

j) durch die Formulierung der Anforderungen erübrigt sich die bisherige Option, bestimmte Anforderungen als „nicht zutreffend“ auszuschließen (siehe 4.3);

k) das „Wissen der Organisation“ wird als Ressource explizit aufgenommen (siehe 7.1.6);

l) ein Anhang B wurde aufgenommen, in dem die Grundsätze des Qualitätsmanagements dargestellt sind;

m) in Anhang C wurde eine Übersicht über die Normen der ISO 10000-Reihe aufgenommen, die Organisationen bei der Einführung oder bei Verbesserungsanliegen ihrer Qualitätsmanagementsysteme, deren Prozesse oder deren Tätigkeiten unterstützen können

Was denn jetzt, Lastenheft oder Pflichtenheft?

Wir möchten Ihnen gerne helfen!

Lastenheft oder Pflichtenheft?

Sehr oft schon für die meisten eine Fangfrage, die in vielen Fällen so beantwortet wird:

„Ja, Lasten- und Pflichtenheft erstellen wir auch.“

 Deswegen an dieser Stelle nun, die Definition von Lasten- und Pflichtenheft frei formuliert:

Lastenheft:

Im Lastenheft wird definiert, was oder wofür zu lösen ist. Das Lastenheft wird vom Auftraggeber erstellt, es dient als Ausschreibungs-, Angebot- und/oder Vertragsgrundlage.

Pflichtenheft:

Im Pflichtenheft wird definiert, wie und womit die Anforderungen zu realisieren sind. Das Pflichtenheft wird in der Regel nach der Auftragserteilung vom Auftragnehmer erstellt, ggf. unter Mitwirkung des Auftraggebers.

Ein hilfreiches Nachschlagewerk zum Thema Lasten/-Pflichtenheft finden sie in VDI/VDE 3694:2008-01

Der große Vorteil von Pflichtenheften ist, dass diese als verbindliche Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, also als Vertragsgegenstand, zu sehen sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Erstellung und Einhaltung von Pflichtenheften mit äußerster Präzision und Genauigkeit zu erfolgen hat. Wichtig ist auch, eine Vorgehensweise vertraglich zu vereinbaren, z.B.wie bei nachträglichen Änderungswünschen vorgegangen werden soll!

Gut ausgearbeitet Lastenhefte oder Pflichtenhefte geben wenig Spielraum für Auftragnehmer oder Auftraggeber und können somit für eine stressfreie Abwicklung des jeweiligen Auftrages beitragen.

 Tipp:

An alle Personen, die ein Lastenheft oder ein Pflichtenheft zu erstellen haben – stellen sie sich vor, sie müssen ihren eigenen Ehevertrag ausarbeiten!

 Falls hier weitere Fragen entstehen sollten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

DIN 6789:10-2013 Verfälschungssicherheit und Qualitätskriterien für die Freigabe digitaler Produktdaten

Das ist sie nun, die einzig übriggebliebene Norm aus der Normenreihe Dokumentationssystematik!

Kurz zurück geschaut, war diese DIN Normenreihe, die ursprünglicher Weise aus sieben Teilen bestand, teilweise nicht mehr zeitgemäß.  Auf der anderen Seite jedoch grundlegende Wissensträger zur Handhabung von Dokumente im Unternehmen.

Durch die Errungenschaften vieler CAD Systeme und deren Möglichkeiten innerhalb der technischen Produktdokumentation, war es notwendig die Teile 1-4 ersatzlos zurück zu ziehen.

In den Teilen 5-  7 dieser Normenreihe, ließ sich der Normensetzer über die Freigabe der technischen Produktdokumentation aus, die Verfälschungssicherheit digitaler technischer Dokumentation und über die Qualitätskriterien für Freigabeprozesse digitaler Produktdaten.

Für alle diejenigen, die sich jemals mit dem Thema Produkthaftung auseinandergesetzt haben, die jemals digitale Daten versendet haben oder die sich jemals mit Archivierung von digitaler Daten auseinandersetzen mussten, waren diese nationalen Normen das Nachschlagewerk schlechthin!

Mit der Ausgabe Oktober 2013 ist die DIN 6789 aus dieser Normenreihe übriggeblieben. In dieser Norm werden die Teile 5- 7 zusammen gefasst.

„Die Norm schafft Voraussetzungen dafür, dass die entsprechenden Dokumente für die Wiederbenutzung im Geschäftsprozess (z.B. bei späteren Produktmodifikationen) gesichert zur Verfügung stehen. „

 Natürlich an dieser Stelle gemeint, das digitale Archivieren von Dokumenten, allein die Frage zu beantworten:

Wer in Ihrem Hause darf scannen, wann darf gescannt werden, und wer kontrolliert die Verwertbarkeit? Die Antwort auf diese  Frage ist ganz einfach.

Hierzu gehen wir nochmal zurück auf das Zitat aus dem Anwendungsbereich – soll heißen: Die Personen in Ihrem Unternehmen, die scannen darf, stellt auch sicher, dass entsprechende Dokumente für die Wiederbenutzung im Geschäftsprozess bei späteren Produktmodifikationen auch sicher zur Verfügung stehen. Wir hoffen, dass es eine solche Person in Ihrem Unternehmen gibt!

Aus Copyrightgründen dürfen wir an dieser Stelle leider nicht den gesamten Anwendungsbereich dieser Norm zitieren. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend sich diese Norm zu beschaffen, denn nach unserem Dafürhalten gibt es mit Sicherheit in fast allen Unternehmungen in unserem Lande diesbezüglich Handlungsbedarf, falls vorhanden, legen Sie diese Norm ihrer Rechtsabteilung vor.

 Für diesen Fall nun doch noch ein Zitat aus dem Anwendungsbereich dieser Norm:

 „Diese Norm schafft Voraussetzungen dafür, dass Risiken in Folge von anzweifelbaren Nachweisdokumenten (z.B. in Produzentenhaftungsfällen) reduziert werden.“

 Falls hier weitere Fragen entstehen sollten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.