Vorreiter der Standardisierung

Manfred Skiebe

Manfred Skiebe

Rund 2000 neue Normen werden jedes Jahr veröffentlicht – hinzu kommen zahlreiche weitere Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, die von Unternehmen beachtet werden müssen, wenn sie keine kostspieligen oder gar existenzbedrohenden Strafen riskieren möchten. Jederzeit den Überblick zu behalten und dafür zu sorgen, dass alle Beschäftigten sich an den jeweils aktuellsten Stand halten, ist für die meisten Betriebe jedoch kaum möglich. Vor 20 Jahren, am 1. April 1998, gründete Manfred Skiebe daher das INMAS Institut für Normenmanagement. Die Fokussierung auf Beratungsleistungen rund um Normung und Standardisierung erlaubt es INMAS, stets die neuesten Entwicklungen im Blick zu behalten und Kunden ganz gezielt über individuellen Handlungsbedarf zu informieren. Der Schritt in die Selbstständigkeit erwies sich für Skiebe als richtig: Mittlerweile umfasst sein Team sieben Personen, die kontinuierlich fast 200 Firmen betreuen.

Die Gründung des Unternehmens fiel in eine Zeit mit drei Trends, die sich gegenseitig verstärkten: Zum einen schlossen immer mehr Betriebe ihre internen Normungsabteilungen, um – vermeintlich – Geld zu sparen. Zweitens nahm die Globalisierung ihren Lauf und die Unternehmen drängten auf internationale Märkte, sodass sie sich zusätzlich den rechtlichen Anforderungen der entsprechenden Länder ausgesetzt sahen. Nicht zuletzt sorgte der zunehmende Wettbewerb auch dafür, dass alle verfügbaren Mittel optimal eingesetzt werden mussten – dies führte zu verstärkten Bemühungen bei der Standardisierung, denn sie half beispielsweise, die Zahl der benötigten Bauteile für eine Produktgruppe deutlich zu reduzieren.

Langjährige Erfahrung bei AEG und Daimler

Der Unternehmensgründer selbst hatte zuvor bereits langjährig als Normenbeauftragter bei den Bremer Lloyd Dynamowerken und deren Muttergesellschaft, dem AEG-Konzern, gearbeitet. Einblicke in unterschiedliche Werke zeigten ihm, dass großer Beratungsbedarf besteht, sodass er zunächst unter dem Dach von LDW einen Probelauf startete – unter anderem in einem Projekt zur Neustrukturierung der internen Normung bei DaimlerChrysler. Der Erfolg führte – mit Unterstützung der Bremer Innovations-Agentur (BIA) – schließlich zur Ausgründung des eigenen Unternehmens.

Mit wachsender Nachfrage folgte die Eingliederung von zwei weiteren Beratungsunternehmen in Bremen und Köln. Darüber hinaus führte INMAS als Projektleiter ein EU-Vorhaben („PONT“) zur Kooperation von Wissenschaft, Weiterbildung und Wirtschaft im Normenmanagement durch, an dem auch die Hochschule Bremen und ein Verein zur Unterstützung der beruflichen Qualifizierung in Bremen beteiligt waren. Parallel wurde der jährlich stattfindende „Bremer Normentag“ aufgebaut und gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) im Jahr 2003 die Kommission für Normung und Standardisierung (KoNuS) gegründet. Manfred Skiebe war unterdessen als Dozent beim Deutschen Institut für Normung (DIN), mehreren Industrie- und Handelskammern sowie der TÜV Nord Akademie und der TÜV Rheinland Akademie tätig. Auch bei chinesischen Delegationen war seine Expertise gefragt.

Unterstützende Software und neue Geschäftsfelder

Zusätzlich begann INMAS, die Beratungsleistung durch eigene Software zu unterstützen, die gemeinsam mit Partnern entwickelt wird. „IntraNorma“ bietet eine einfache Möglichkeit, an jedem Arbeitsplatz im Betrieb jederzeit auf dem neuesten Stand zu bleiben – wobei der Informationsfluss so gesteuert werden kann, dass der jeweilige Mitarbeiter ausschließlich diejenigen Informationen erhält, die er auch benötigt. „CE-Ready“ bietet unterdessen ausgefeilte Unterstützung bei der rechtssicheren CE-Kennzeichnung von Produkten.

Mittlerweile zieht Skiebe sich verstärkt aus dem Tagesgeschäft zurück und übergibt das Ruder an Geschäftsführer Uwe Hermann. INMAS erweitert dabei auch wieder das Tätigkeitsfeld: Einen neuen Schwerpunkt bildet die Begleitung von Unternehmen bei der Einrichtung von Integrierten Managementsystemen, aber auch allgemein bei der Prozessoptimierung. Schulungen im Claim-Management und Projektmanagement stehen ebenfalls neu auf dem Programm.

Kontakt:
Manfred Skiebe
INMAS
Tel. 0421 56 96 92 55
E-Mail skiebe@inmas.de

Wegweiser durch Normen und Gesetze

Die INMAS GmbH leistet mit dem System „IntraNorma“ umfassende Unterstützung für Unternehmen, die den Aufwand für die rechtssichere Einhaltung von Normen, Gesetzen und Unternehmensstandards auf ein Minimum reduzieren möchten. Das aktuell erschienene Update „Intranorma 4.0“ bietet dabei zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten, um allen Mitarbeitern genau die benötigten Informationen schnell und leicht verständlich zur Verfügung zu stellen. Die Software, die in Kooperation mit der PC-Force GmbH entwickelt wurde und ein hohes Maß an Automatisierung ermöglicht, wird dabei mit den individualisierten Inhalten von den Experten der INMAS GmbH gefüttert. Sie kann auch von den Anwendern im Unternehmen selbst leicht angepasst werden. Somit ist dieses Programm ein Baustein für ein Standardisierungsmanagement.

Alle Mitarbeiter bleiben auf dem neuesten Stand

Normen, Standards und Richtlinien müssen nicht nur aus rechtlichen Gründen eingehalten werden, sondern helfen oft auch bei der Kostenoptimierung oder bei der Erschließung internationaler Märkte. Kaum ein Unternehmen schafft es jedoch, selbst jederzeit den Überblick über neue Normen und Gesetze zu behalten – und dann auch noch einzuschätzen, wie sie sich auf die unterschiedlichen Prozesse, Produkte und Mitarbeiter auswirken. Da viele Regelwerke auch stark verschachtelt sind und sich teilweise aufeinander beziehen, wird es noch schwieriger, die rechtssichere und kosteneffiziente Umsetzung zu gewährleisten.

IntraNorma verfolgt daher einen umfassenden Ansatz: Was automatisiert werden kann, wird von der Software erledigt, aber die fachlichen Einschätzungen für die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens werden von den Fachleuten geliefert – und dann von der Software den betroffenen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Basis bildet der individuelle Bedarf des Unternehmens

Bei der Einführung von IntraNorma analysiert INMAS zunächst den Bedarf des Unternehmens. Die benötigten Normen, Richtlinien und Standards werden dann in der Software hinterlegt – auf Wunsch des Kunden mit einer Zusammenfassung und einer Erläuterung, welche Bedeutung das Dokument für den einzelnen Betrieb hat, beispielsweise für Zeichnungen, Stammdaten oder die CE-Risikoanalyse.

Nach der ersten Einrichtung überprüft INMAS kontinuierlich alle neuen Richtlinien, Normen und Normenänderungen – davon gibt es monatlich ungefähr 1000 – hinsichtlich der Relevanz für das Unternehmen. So müssen nur die wirklich notwendigen Dokumente gekauft werden und alle Betroffenen wissen sofort, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Die Funktionalitäten von IntraNorma können präzise auf die Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens angepasst werden. Auch die Integration in andere Unternehmenssoftware, die Einbindung von Werknormen und –standards sowie die Einrichtung einer mehrsprachigen Lösung sind möglich.

Zahlreiche Neuerungen

Erweitert wurden jetzt unter anderem die Möglichkeiten der Referenzierung von Inhalten: Jedes Dokument kann mit einem anderen verknüpft oder kommentiert werden, um auf die Zusammenhänge hinzuweisen. Auch die Nutzerverwaltung wurde erheblich ausgebaut: Zugangsdaten, Berechtigungen und Lizenzmerkmale können jetzt beispielsweise deutlich flexibler verwaltet werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das System an die Bedürfnisse einzelner Anwender oder Gruppen anzupassen.

Nicht zuletzt wurden in der aktuellen Version 4.0 auch die Schnittstellen zu anderen Programmen ausgebaut. So kann IntraNorma nun mit der Material-Datenbank Total Materia verknüpft werden. Auch das Andocken an das Programm CE-Ready für die Erleichterung der CE-Kennzeichnung oder an IMFASI für die Arbeitssicherheit sowie an verschiedene weitere Programme ist möglich.

Demo-Zugang auf Anfrage

Wer IntraNorma testen möchte, kann zunächst einen einfachen Demo-Zugang erhalten. Eine kurze Anfrage an INMAS unter E-Mail info@inmas.de genügt. Dort sowie unter Tel.  0421 69 21 71 66 werden auch weitere Informationen erteilt.

Kein einheitlicher Umgang mit Normen in der Rechtsprechung

In Unternehmen taucht immer wieder die Frage auf, welche Bedeutung die Anwendung relevanter Normen bei der Rechtsprechung hat, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt. „Einerseits sind Normen rechtlich nicht bindend, andererseits wird von Unternehmen aber erwartet, dass sie den aktuellen Stand der Technik einsetzen – und dieser wird vor allem durch Normen definiert“, erklärt Manfred Skiebe, Geschäftsführer der INMAS GmbH, die Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen im Bereich der Normung und Standardisierung berät. Eine Hilfestellung bietet nun die Kommission für Arbeitsschutz und Normung (KAN): In ihrer aktuell veröffentlichten Studie „Rechtsprechung zu technischen Normen und normenähnlichen Dokumenten hinsichtlich ihrer Bedeutung für Sicherheit und Gesundheitsschutz“ analysiert sie die Auswirkung der Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung von Normen in realen Gerichtsurteilen.

Gerichte entscheiden in jedem Einzelfall neu

In der Kommission Arbeitsschutz und Normung kooperieren Arbeitgeber, Arbeitnehmer, der Staat, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung und das Deutsche Institut für Normung, um gemeinsam den Arbeitsschutz in der Normung zu verankern. Neben deutschen technischen Normen wurden in der Studie auch internationale Normen sowie andere Regeln der Technik – beispielsweise VDI-Richtlinien – berücksichtigt.

Die Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass Gerichte in der Regel nicht zwischen den normativen und den informativen Inhalten eines Dokuments unterscheiden. Zur Frage, weswegen eine Norm oder ein normenähnliches Dokument geeignet ist, eine Rechtsvorschrift zu erfüllen, wird in den meisten Urteilen allerdings nichts gesagt. „Gerichte übernehmen das Ergebnis bzw. die Inhalte einer Norm bzw. eines normartigen Dokumentes in ein Urteil, sofern es in die Systematik der meist unbestimmten Rechtsvorschriften passt“, schreiben die Autoren der Studie. Mit anderen Worten: Gerichte entscheiden in jedem Einzelfall neu, ob sie Normen in die Begründung ihres Urteils aufnehmen – und sie berücksichtigen diese besonders gerne, wenn dadurch das anderweitig gefundene Ergebnis weiter unterstützt wird. Die Studie ist kostenlos erhältlich und kann im Internet unter http://bit.ly/kan-studie als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Grundlegende Informationen zur Normung

Neben der Berücksichtigung dieser Studie lohnt sich für alle, die sich mit Normung beschäftigen, auch ein intensiver Blick in die DIN-Norm 820-2 („Normungsarbeit, Gestaltung von Dokumenten“), laut INMAS-Geschäftsführer Skiebe die „Bibel des Normers“. Dort wird unter anderem der Aufbau von Normen beschrieben. Auch werden zahlreiche Hinweise zum Umgang mit internationalen Normen gegeben.

Weitere Informationen erteilt Manfred Skiebe unter Tel. 0421 56969255 oder E-Mail skiebe@inmas.de.

Neue Herausforderungen bei der Standardisierung

Auf Unternehmen kommen im Bereich der Standardisierung durch die zunehmende Digitalisierung zahlreiche neue Herausforderungen zu – das war eine der Kernaussagen des 16. Normentags, der am 13. Oktober auf Einladung der INMAS GmbH an der Hochschule Bremen stattfand. Im Zuge der „Industrie 4.0“ entstehen zusätzliche Produkte und Dienstleistungen, die mit internationalen Normen in Einklang gebracht werden müssen, und selbst der Betrieb einer Unternehmenswebsite ist rechtlich nicht mehr trivial. Praxisnahe Informationen zu diesen und weiteren Themen erhielten die Teilnehmer des Normentags in Bremen, der einen Tag vor dem offiziellen Weltnormentag ausgerichtet wurde.

IT-Systeme in Einklang bringen

Einen Überblick über aktuelle Veränderungen in der technischen Unternehmensberatung gab Dr. Christian Lockemann von der Your Expert Cluster GmbH (YEC). Das Netzwerk bündelt Kompetenzen aus unterschiedlichen Disziplinen, um Betriebe angesichts der Vielfalt an Herausforderungen umfassend unterstützen zu können. Beispielhaft nannte Lockemann ein Unternehmen aus der Spezialchemie, das als Konglomerat aus mehreren zugekauften Firmen gebildet worden war. Dort mussten zunächst die Geschäftsprozesse und IT-Systeme zusammengeführt werden, um die Stammdaten vereinheitlichen und weitere Optimierungen umsetzen zu können. In einem anderen Projekt entwickelte YEC gemeinsam mit der IHK München und Oberbayern einen Selbstcheck für Unternehmen, die sich auf die Industrie 4.0 vorbereiten wollen.

Überleben im Normen-Dschungel

Praxiserprobte Lösungen für das Normenmanagement und die CE-Kennzeichnung im Unternehmen stellte Andreas Ittermann von der PC-Force GmbH vor. Die Programme „IntraNorma“ und „CE-Ready“ können kombiniert werden, um beide Bereiche effizient und rechtssicher in den Unternehmensalltag integrieren zu können. „Die Verwendung von Normen im Arbeitsalltag hinterlässt mit der Zeit ein ständig wachsendes und langsam austrocknendes Dickicht, bei dem irgendwann ein kleiner Funke zu einem unkontrollierbaren Brand führt“, beschrieb Ittermann die Realität in vielen Betrieben. IntraNorma sei „die Machete, die für Ordnung sorgt“.

Fallstricke beim Datenschutz beachten

Aber auch kleinste Unternehmen müssen sich mit komplexen Regulierungen befassen – beispielsweise, wenn sie über eine Website ihre Leistungen verkaufen oder abwickeln. Welche Fragestellungen alleine der Datenschutz aufwirft, zeigte Peter Suhling von der Firma Suhling Management Consulting auf. Die Datenschutzbehörden der Länder prüfen anlasslos und verhängen teilweise erhebliche Bußgelder, nicht nur im Zusammenhang mit Websites. Die Versicherung Debeka musste beispielsweise laut Suhling schon 1,3 Millionen Euro Strafe zahlen, die Deutsche Bahn 1,1 Millionen Euro und die Autowaschkette „Mr. Wash“ wegen unzulässiger Videoüberwachung auch immerhin 64.000 Euro.

Weitere Einblicke in die Unternehmenspraxis erhielten die Teilnehmer des Normentags darüber hinaus von Bernhard Pennekamp (Ingenieurbüro für technische Dokumentation), Bernd Schwarzenegger (Global Management Consultancy & Training) sowie Mirco Otto (NDB Elektrotechnik GmbH & Co.KG). Moderiert wurde die Veranstaltung von Karl-Heinz Freitag.

Sprechtage und Schulungen

INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe stellte das Normen- und Patentzentrum der Hochschule Bremen vor, das Unternehmen für eigene Recherchen offensteht. Er gab außerdem einen Ausblick auf neue Angebote und Veranstaltungen in den kommenden Monaten, darunter die kostenlosen Normen- und CE-Sprechtage an den Industrie- und Handelskammern in Lüneburg/Celle und Bremen sowie die Schulungen zum CE-Beauftragten, die INMAS in Kooperation mit der TÜV Rheinland Akademie durchführt. Der nächste Normentag ist ebenfalls bereits für 2017 geplant.

Mehr Klarheit bei der Normung zur Maschinensicherheit

Die Grundnorm DIN EN ISO 12100 gibt Leitsätze und Begriffsdefinitionen für die Gewährleistung der Sicherheit von Maschinen, allerdings gilt sie als schwer verständlich – insbesondere im Zusammenspiel mit anderen wichtigen Normen. Die internationalen Standardisierungsgremien haben daher einen Leitfaden veröffentlicht, der seit Juli 2016 auch auf Deutsch erhältlich ist. Unter der Bezeichnung DIN ISO/TR 22100-1 erklärt das Dokument die Zusammenhänge zwischen der Grundnorm und den zahlreichen Typ-B- und Typ-C-Normen, die gezielte Vorgaben für spezielle Sicherheitsaspekte, Schutzeinrichtungen oder Gerätetypen bereitstellen.

Die INMAS GmbH, die Unternehmen bei der wirtschaftlichen und rechtssicheren Anwendung von Normen unterstützt, empfiehlt Konstrukteuren und Herstellern von Maschinen eine Überprüfung ihrer bisherigen Vorgehensweise unter Berücksichtigung des neuen Leitfadens. „Bis jetzt herrschte oft große Unklarheit, welche Normen bei der Umsetzung der DIN EN ISO 12100 zugrunde gelegt werden müssen“, erklärt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe. „Der neue Leitfaden erleichtert die Zuordnung erheblich.“

Das Dokument, das auch als „DIN SPEC 33886“ veröffentlicht wurde, erläutert die Einteilung von Normen zur Maschinensicherheit in Typ-A-Normen, Typ-B-Normen und Typ-C-Normen sowie deren wechselseitigen Beziehungen. Darüber hinaus wird die Realisierung einer hinreichenden Risikominderung bei der praktischen Konstruktion von Maschinen dargestellt. Zum besseren Verständnis zeigt eine bildliche Darstellung die Einordnung vieler Dokumente in den Prozess.

Ergänzend zum ersten Teil des Leitfadens bietet ein zweiter Teil (DIN ISO/TR 22100-2) konkrete Hinweise auf die Beziehung zwischen der Grundnorm DIN EN ISO 12100 und der ISO 13849-1, die sich mit Gestaltungsleitsätzen zu sicherheitsbezogenen Teilen von Steuerungen beschäftigt. „Dieser Teil ist bereits 2014 erschienen, allerdings ist er in vielen Unternehmen noch nicht bekannt“ erläutert Skiebe. „Es lohnt sich auf jeden Fall, die Prozesse in der Konstruktion und Produktion auch mit diesem Dokument abzugleichen.“

Der Leitfaden (offizielle Bezeichnung: „Technischer Report“) DIN ISO/TR 22100 kann beim Beuth Verlag in Berlin oder bei Austrian Standards in Wien erworben werden. Fachliche Auskünfte erteilt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe unter Tel. 0421 56969-255 oder E-Mail skiebe@inmas.de.

INMAS verstärkt Präsenz in Süddeutschland

Das IBDT Ingenieurbüro Daniel Trost (Landshut) vertritt die INMAS GmbH (Bremen) künftig im süddeutschen Raum bei der Betreuung von Kunden zu den Themen Normung und CE-Kennzeichnung. Insbesondere übernimmt Inhaber Daniel Trost die Beratung und den Vertrieb rund um die Softwarelösungen IntraNorma und CE Ready. Auch für Interessenten aus Österreich und der Schweiz steht der Spezialist für Werkstofftechnik und Normenmanagement als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit IntraNorma hat INMAS ein System entwickelt, das den Aufwand für die Einhaltung von Normen, EU-Richtlinien und Unternehmensstandards auf ein Minimum reduziert. Es verbindet eine intuitiv bedienbare Software mit dem fachlichen Know-how der INMAS-Mitarbeiter, die alle Normenänderungen überprüfen und bewerten. „Unternehmen erhalten auf diese Weise genau die Informationen, die sie benötigen – in übersichtlicher, leicht verständlicher und schnell umsetzbarer Form“, erklärt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe.

Das Programm CE-Ready unterstützt Betriebe gezielt bei der Umsetzung der CE-Kennzeichnung, die in der EU für das Herstellen und Inverkehrbringen fast aller technischer Produkte erforderlich ist. Die Nutzer werden Schritt für Schritt durch den Prozess geführt, wobei die Risikoanalyse und –beurteilung einen Schwerpunkt bildet. Auch für die Dokumentation der Betriebs- und Arbeitssicherheit ist ein Modul verfügbar.

Süddeutsche Unternehmen, die Interesse an diesen Lösungen haben oder andere Fragestellungen rund um Normung und CE-Kennzeichnung besprechen möchten, erreichen Daniel Trost unter Tel. +49 871 / 202 85 640 oder Mobil +49 176 703 22 119 oder E-Mail daniel.trost@trost-ingenieurbuero.de.

Maschinenrichtlinie rechtssicher anwenden: Schulung zum CE-Beauftragten

Im April 2016 treten Veränderungen in mehreren EU-Richtlinien in Kraft, die zukünftig für weitere Produkte die Anbringung einer CE-Kennzeichnung als Nachweis der Sicherheit einfordern. Insbesondere die EU-Maschinenrichtlinie ist dabei für viele Unternehmen relevant. Das notwendige theoretische und praktische Wissen für den rechtssicheren Umgang mit den EU-Richtlinien bietet eine Schulung zum CE-Beauftragten, die von der INMAS GmbH in Bremen ausgerichtet wird. Sie findet in zwei Blöcken statt: Vom 19. bis 21. April sowie am 27. und 28. April 2016. Bei Interesse können die Teilnehmer eine Abschlussprüfung absolvieren und ein Zertifikat des TÜV Rheinland erwerben.

Die Schulung ist stark praxisorientiert und beleuchtet sowohl die internen Arbeitsabläufe als auch die die externen Prozesse, die bei der Zusammenarbeit mit Zulieferern und Kunden beachtet werden müssen. Ein wichtiger Programmpunkt ist die Vorbereitung auf die Umsetzung des Erlernten im eigenen Betrieb. Die Teilnehmer können in ihrem Unternehmen anschließend die Verantwortung für die normenkonforme CE-Kennzeichnung und die CE-konforme Dokumentation der Produkte übernehmen. Am Ende der Ausbildung sind die CE-Beauftragten auch in der Lage, unternehmensintern Mitarbeiter zu schulen und aktiv in den CE-Prozess zu integrieren.

Die Schulung richtet sich an Mitglieder der Unternehmensleitung, des Qualitätsmanagements und der Konstruktionsleitung.

Weitere Informationen: INMAS GmbH, Tel. 0421 56969-255, E-Mail info@inmas.de, www.inmas.de

Tagesseminar: „CE-Risikoanalyse – Von der Theorie zur Praxis“

Die Risikoanalyse ist ein zentrales Element der CE-Kennzeichnung, die für den Vertrieb vieler Produkte innerhalb der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Vielen mittelständischen Unternehmen fehlt jedoch das Know-how, um diese Aufgabe rechtssicher bewältigen zu können. Die INMAS GmbH bietet daher am 13. Juni 2016 ein eintägiges Kompaktseminar an, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, ohne externe Hilfe Risikoanalysen durchzuführen.

Das Seminar besteht aus zwei Blöcken. Am Vormittag werden die Teilnehmer über die relevanten EU-Richtlinien und die damit verbundenen rechtlichen Vorgaben des Produktsicherheitsgesetzes informiert. Darüber hinaus werden die wichtigsten EN-Sicherheitsnormen vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt hier auf der Erstellung von Bedienungsanleitungen, weil in diesem Bereich oft Fehler passieren, die erhebliche Schadensersatzforderungen zur Folge haben können.

Im zweiten Block werden die Teilnehmer in die Risikoanalyse und –beurteilung mit dem Programm CE-Ready eingewiesen. Anschließend führen sie unter Anleitung des Referenten eine beispielhafte Risikoanalyse durch. CE-Ready verfügt über verschiedene Module, die unter anderem auch für die Dokumentation der Betriebs- und Arbeitssicherheit eingesetzt werden können.

Geleitet wird das Seminar von Dr.-Ing. Armin Vornberger, der über umfassende Erfahrung in den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Dokumentation verfügt. Er war unter anderem bereits als stellvertretender technischer Geschäftsführer, Bereichsleiter Konstruktion / Dokumentation / Einkauf / Fertigung / Logistik und Hauptabteilungsleiter in der Technischen Entwicklung bei verschiedenen Unternehmen tätig.

Weitere Informationen: INMAS GmbH, Tel. 0421 56969-255, E-Mail info@inmas.de, www.inmas.de

Neue CE-Richtlinien effizient umsetzen

Im April 2016 treten neue europäische Richtlinien in Kraft, die für viele Unternehmen mit zusätzlichen Pflichten einhergehen: Wesentlich mehr Produkte benötigen in Zukunft eine CE-Kennzeichnung. Um den Prozess für die betroffenen Betriebe zu vereinfachen und ihnen Zeit bei der Umsetzung zu sparen, haben die INMAS GmbH und die PC-Force GmbH jetzt eine aktualisierte Version des Programms „CE-Ready“ entwickelt. Die Software steuert Anwender auch ohne umfassende Vorkenntnisse durch den kompletten Prozess der CE-Kennzeichnung. Nicht nur die Hersteller, sondern auch die Händler von Produkten müssen sich auf mögliche Änderungen einstellen, denn im Falle eines Sicherheitsmangels haftet der sogenannte „Inverkehrbringer“ der Ware – also derjenige, der sie in der EU auf den Markt bringt.

Insgesamt ändern sich gleich acht europäische Richtlinien, wobei die Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU) und die Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit (2014/30/EU) besonders viele Produkte betreffen. Weitere Anpassungen beziehen sich beispielsweise auf Messgeräte, Druckbehälter und den Explosionsschutz. Die neuen Richtlinien beinhalten die Pflicht zur Durchführung und Dokumentation einer Risikoanalyse und Risikobewertung im Rahmen der Erstellung von technischen Unterlagen. Das bedeutet, dass alle denkbaren Risiken, die über den gesamten Lebenszyklus des Produkts entstehen können, vorab erkannt und ihre möglichen Folgen eingeschätzt werden müssen. Auf Basis dieser Analyse müssen die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Nutzer abgeleitet werden.

Die Software CE-Ready führt den Anwender mit einfachen Schritten durch den umfassenden Prozess. Dies beginnt mit der Risikobeurteilung und der Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitsnormen, beinhaltet aber auch die rechtssichere Dokumentation und die automatisierte Erstellung der Betriebsanleitung. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass die Anwender von CE-Ready mit einem umfassenden Fragebogen auf alle denkbaren Probleme ihres Produkts gestoßen werden, auch wenn diese nicht auf Anhieb erkennbar sind. Darüber hinaus werden die relevanten Normen identifiziert, Gefährdungen beschrieben und Maßnahmen definiert. Die Dokumentation wird so erstellt, dass der gesamte Prozess auch Jahre später noch rechtssicher dargestellt werden kann.

CE-Ready wird zu Beginn der Nutzung individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens eingestellt. Anschließend kann die Software in der Regel ohne externe Unterstützung für neue Anwendungsfälle eingesetzt werden. Die hinterlegten Normen und Richtlinien werden dabei von INMAS kontinuierlich aktualisiert, sodass jederzeit der gültige Stand abgebildet ist.

Weitere Informationen: www.ce-ready.de und www.inmas.de

Armin Vornberger verstärkt INMAS

Seit dem 1. Februar 2016 verstärkt Dr.-Ing. Armin Vornberger das Team der INMAS GmbH. Der Maschinebau-Experte führt deutschlandweit Schulungen zur CE-Kennzeichnung und zur Nutzung der Software CE-Ready durch.

Dr.-Ing. Armin Vornberger

Dr.-Ing. Armin Vornberger

Vornberger verfügt über umfassende Erfahrung in den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Dokumentation. Er war unter anderem bereits als stellvertretender technischer Geschäftsführer, Bereichsleiter Konstruktion / Dokumentation / Einkauf / Fertigung / Logistik und Hauptabteilungsleiter in der Technischen Entwicklung bei verschiedenen Unternehmen tätig. Darüber hinaus ist er Honorarprofessor an der Fachhochschule Osnabrück und war acht Jahre lang Präsident der ENX Association, in der sich europäische Automobilhersteller, -Zulieferer und Verbände zusammengeschlossen haben.

Die INMAS GmbH berät Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen zu Fragen rund um die Normung, Standardisierung und CE-Kennzeichnung. Ziel ist dabei meist die Steigerung der Qualität in der Produktion bei gleichzeitiger Minimierung der Haftungsrisiken. Darüber hinaus unterstützt INMAS viele Betriebe bei der Einführung eines professionellen Normenmanagements, um Sparpotenziale zu erschließen. INMAS ist Mitglied des Deutschen Instituts für Normung (DIN).