DIN EN 60079-0:2013-04

Explosionsgefährdete Bereiche Teil 0: Betriebsmittel – Allgemeine Anforderungen

(IEC 60079-0:2011, modifiziert + Cor. :2012)

Im April 2013 ist die DIN EN 60079-0 in aktualisierter Ausgabe erschienen.

Mit diesem Teil werden die entscheidenden Anforderungen an die Konstruktion, Prüfung und Kennzeichnung von elektrischen Geräten und Ex-Bauteilen, die in explosionsgefährdeten Bereichen (Gas- und oder Staubatmosphäre) eingesetzt werden, festgelegt.

Im Wesentlichen werden zusätzliche Prüfanforderungen für den Gebrauch, der außerhalb des üblichen Temperatur- und Druckbereichs sowie Sauerstoffgehaltes liegt, spezifiziert. Das Hauptaugenmerk ist dabei auf die Zündschutzarten wie zum Beispiel die druckfeste Verkapselung oder die Eigensicherheit gelegt.

Bitte beachten Sie, dass diese Norm nur Anforderungen an die Sicherheit festlegt, die sich unmittelbar auf die Explosionsgefahr beziehen. Dabei handelt es sich um Zündquellen, bei denen einen Zusammenhang mit der Gerätearte festgestellt worden ist. Zu diesen Zündquellen zählen heiße Oberflächen, mechanisch erzeugte Funken, Thermitreaktionen ausgelöst durch einen mechanischen Schlag, elektrische Lichtbogenbildung und Entladung statischer Elektrizität in üblichen Industrieumgebungen.

Mit dieser grundlegenden Norm für den EX-Schutz kommen wesentliche inhaltliche Ergänzungen daher.

  • Beispiele hierfür sind:
  •  die Erweiterung einer optionalen Möglichkeit zur „X“- Kennzeichnung von nichtmetallischen Gehäusematerialien,
  • Materialspezifizierungen für Kunststoffe und Elastomere inklusiver der UV-Beständigkeit
  • Halbrundkopfschrauben als Sonderverschluss
  • Wegfall der IP-Kennzeichnung für die Gruppe III
  •  etc.

Fazit: Im Vergleich zum Vorgänger  wird von dieser Norm ein wesentlich größerer Bereich an Geräten abgedeckt. Weiter wird die Kennzeichnung klarer herausgestellt und Prüfwerte sowie Prüfanforderungen sind überarbeitet worden.

Erfolgreicher Normentag

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Am 07. März fand der 13. Bremer Normentag in der Handelskammer Bremen statt.

Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne die kompletten Vorträge der Veranstaltung zu.

Auszüge der Vorträge:

Produktpiraterie

IEC 82079-1

Betriebsanleitungen

Bedienungsanleitungen-aus-juristischer-Sicht.pdf

Professionelle Werkstoff- und Bauteilsubstitution in globalen Märkten – Risiken minimieren durch Einsatz von internationalen Normen und Datenbanken

 

 

Mit Normen gegen Produktpiraten

Produktpiraterie macht nach Schätzungen des internationalen Staatenbundes OECD rund 5 bis 7 Prozent des Welthandels aus. Markenkleidung, Software, Musik, Haushaltselektronik und sogar ganze Maschinen werden mit fremden Federn geschmückt, um sie teurer verkaufen zu können – meist zu Lasten derjenigen, deren Namen und Logos zu Unrecht genutzt werden.

Der Schutz vor diesem illegalen Treiben gehört zu den neueren Anwendungsfeldern der Normung, die am Sonntag, 14. Oktober, zum 43. Mal mit einem internationalen Gedenktag ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wird. Auch die INMAS GmbH nutzt diesen Anlass, um auf die wirtschaftliche Bedeutung von Normung und Standardisierung hinzuweisen.

Mehr als 6 Milliarden Euro gehen alleine dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau jährlich durch Produktpiraterie verloren, wie eine Umfrage des Branchenverbands VDMA ergeben hat. Experten aus Industrie, Forschung und Verbänden suchen nun international nach den besten Methoden der Fälschungssicherung, um entsprechende Normen zu erarbeiten. Neben technischen Maßnahmen werden auch Möglichkeiten untersucht, mit denen die Fälschung von Prüfzertifikaten und behördlichen Zulassungen eingedämmt werden kann. Beim Deutschen Institut für Normung (DIN) hat in diesem Jahr ein Ausschuss, der sich mit Produktpiraterie beschäftigt, die Arbeit aufgenommen.

Die Einführung solcher und anderer Normen bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, beginnend mit dem Know-how-Transfer bei sogenannten “Best-Practice”-Lösungen. Gleichzeitig helfen die Standards bei der unternehmensübergreifenden und internationalen Zusammenarbeit. Nicht zuletzt führt dies auch zu einem effizienteren Einsatz von Produktionsmitteln, von dem auch die Endverbraucher durch niedrigere Preise profitieren.

Die INMAS GmbH berät zahlreiche Unternehmen in verschiedenen Branchen beim Einsatz von Normen, um Produktionsabläufe schlank zu halten und größtmögliche Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Weitere Informationen:

info@inmas.de

INMAS beim Rexroth InfoDay

Manfred Skiebe bei Bosch RexrothWer in einem technischen Beruf arbeitet, muss sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und gesetzliche Regelungen in seinem Feld informieren, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Daher bietet die Bosch Rexroth AG, einer der weltweit führenden Spezialisten von Antriebs- und Steuerungstechnologien, seinen Kunden und Angestellten auf den regelmäßig stattfindenden „Rexroth InfoDays“ einen Überblick über wichtige Neuerungen. Im September zum zweiten Mal mit dabei: Normen-Experte Manfred Skiebe, Inhaber der INMAS GmbH in Bremen, mit einem Vortrag über die EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die funktionale Sicherheit für Maschinen und Anlagen.

Bei Bosch Rexroth hat das Thema Maschinensicherheit einen hohen Stellenwert. Mit „Safety on Board“ bietet das Unternehmen intelligente, technologieübergreifende Lösungen und Beratung, sowohl für Neukonstruktionen als auch für bestehende Anlagen. „Der kontinuierliche Austausch mit Experten wie Manfred Skiebe gewährleistet, dass alle Beteiligten immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung sind“, teilt Bosch Rexroth mit.

„Bei den vielen gesetzlichen Änderungen auf EU- und Bundesebene ist es nicht einfach, am Ball zu bleiben“, erklärt Skiebe. „Das gilt erst recht für die Vielzahl an Normen, die zur rechtssicheren Umsetzung der Richtlinien und Gesetze beachtet werden müssen. Durch die Einführung strukturierter Prozesse lässt sich das Problem jedoch in den Griff bekommen – dann ist der laufende Aufwand recht gering und die Sicherheit vor Geld- und Gefängnisstrafen groß.“ Auch die Ein- und Verkaufspreise könnten durch einen klugen Umgang mit Gesetzen und Normen optimiert werden, so Skiebe.

Die Teilnehmer des Rexroth InfoDays erfuhren, wie weit das Thema Maschinensicherheit mit aktuellen Richtlinien und Normen in ihre unterschiedlichen Tätigkeiten hineinreicht – und wie unterhaltsam es präsentiert werden kann. Auf dem nächsten Rexroth InfoDay wird Manfred Skiebe daher voraussichtlich erneut die aktuellen Entwicklungen vorstellen.