INMAS wird Projekt-Steuerer bei der VHH

Wir freuen uns über ein neues Projekt in unserem Beratungsbereich: Wir übernehmen ab Dezember 2025 und für die nächsten fünf Jahre die Steuerung eines Infrastrukturprojekts der Elektromobilität in Hamburg und sind zuständig für das Risiko-, Abweichungs- und Claim-Management.
Was INMAS also in seinen Schulungen vermittelt, wird nun durch unsere Beratung unterstützt – wie immer in einem eng verzahnten Rahmen von Qualifizierung, Coaching, Organisationsentwicklung und Projektmanagement-Dienstleistung.

Warum ist eine konsequente Steuerung von Großprojekten in Infrastruktur und E-Mobilität unverzichtbar?

Der Ausbau moderner Infrastruktur und der Umstieg auf E-Mobilität gehören zu den bedeutendsten Transformationsprozessen unserer Zeit. Ladeparks, Stromnetze, Batterielogistik, Verkehrsknoten oder großskalige Bau- und Digitalisierungsprojekte erfordern enorme Investitionen und hohe technische Komplexität. Gleichzeitig stehen sie unter wachsendem politischen, regulatorischen und gesellschaftlichen Druck.
In diesem Umfeld entscheidet eine professionelle Projektsteuerung darüber, ob Projekte termin- und budgetgerecht, qualitativ hochwertig und konfliktarm realisiert werden können. Von besonderer Bedeutung sind dabei drei Disziplinen: Abweichungsmanagement, Claim Management und Risikomanagement. Gemeinsam bilden sie das Rückgrat eines proaktiven, transparenten und wirtschaftlich erfolgreichen Projektmanagements.

Abweichungsmanagement – Veränderungen erkennen, bevor sie zu Problemen werden

Kein Großprojekt verläuft exakt nach Plan. Technische Änderungen, Lieferengpässe, Genehmigungsprozesse, Marktpreise oder Standortbedingungen führen zwangsläufig zu Abweichungen.

Ein professionelles Abweichungsmanagement ist deshalb essenziell, um:

  • Abweichungen frühzeitig zu identifizieren und zu dokumentieren,
  • ihre Auswirkungen realistisch zu bewerten (Kosten, Termine, Qualität),
  • rechtzeitig Steuerungsmaßnahmen einzuleiten – z. B. Nachverhandlungen, Anpassung von Bauabläufen oder Optimierung der Planung,
  • Transparenz gegenüber Stakeholdern herzustellen.

Gerade im Bereich E-Mobilität, wo neue Technologien und Normen ständig in Entwicklung sind, führt ein fehlendes Abweichungsmanagement schnell zu projektkritischen Verzögerungen und zusätzlichen Kosten. Professionelle Prozesse schaffen hier die notwendige Stabilität in einem dynamischen Umfeld.

Claim Management – Interessen sichern, Konflikte beherrschen

In Großprojekten sind Claims (Nachträge, Forderungen, Gegenforderungen) unvermeidbar. Unterschiedliche Interessen treffen auf komplexe Vertragswerke – ein idealer Nährboden für Konflikte.

Ein strukturiertes Claim Management sorgt dafür, dass:

  • vertragliche Ansprüche korrekt erfasst, dokumentiert und bewertet werden,
  • Kosten- und Terminfolgen nachvollziehbar dargestellt sind,
  • strategische Verhandlungen professionell vorbereitet werden,
  • Konflikte frühzeitig entschärft statt eskaliert werden,
  • Projektpartner fair und rechtssicher miteinander kommunizieren.

Gerade Infrastruktur- und E-Mobilitätsprojekte sind oft öffentlich sichtbar und politisch sensibel. Eskalationen oder juristische Auseinandersetzungen verursachen nicht nur hohe Kosten – sie gefährden auch Reputation und Akzeptanz. Ein gutes Claim Management schützt deshalb sowohl die wirtschaftlichen Interessen als auch die gesellschaftliche Glaubwürdigkeit eines Projekts.

Risikomanagement – Unsicherheiten aktiv steuern statt passiv erleiden

Risikomanagement ist die „Versicherung“ eines Großprojekts – allerdings keine, die man abschließt, sondern aktiv betreibt.
In Infrastruktur- und E-Mobilitätsprojekten gibt es eine Vielzahl von Unsicherheiten:

  • technische Risiken durch neue Technologien,
  • Markt- und Lieferkettenrisiken,
  • Genehmigungs- und Umweltauflagen,
  • Preis- und Zinsentwicklung,
  • Stakeholder- und Akzeptanzrisiken,
  • regulatorische Veränderungen.

Ein professionelles Risikomanagement umfasst:

  • systematische Identifikation aller relevanten Risiken,
  • quantitative und qualitative Bewertung, inklusive Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungsgrad,
  • präventive Maßnahmen zur Risikominderung,
  • Notfallmaßnahmen zur Reaktion auf eingetretene Risiken,
  • laufendes Monitoring und Risikoberichte.


Besonders in der E-Mobilität, wo Innovationen in hoher Geschwindigkeit auf den Markt drängen (Batterietechnik, Ladeinfrastruktur, Netzgestaltung), entsteht eine erhöhte Planungsunsicherheit. Nur durch konsequentes Risikomanagement bleiben Projekte beherrschbar.

Warum diese drei Disziplinen nur gemeinsam wirken

Abweichungsmanagement, Claim Management und Risikomanagement sind nicht isolierte Fachbereiche, sondern eng miteinander verknüpft:

  • Abweichungen können Claims auslösen.
  • Risiken, wenn sie eintreten, erzeugen Abweichungen.
  • Claim Management kann Risiken kompensieren oder neue Risiken erzeugen.
  • Eine fehlende Abstimmung zwischen allen drei Bereichen führt zu Blindflug, Verzögerungen und Kostenexplosionen.

Eine integrierte und durchgängige Steuerung schafft dagegen:

  • Planungs- und Kostensicherheit,
  • Vertrauen bei Behörden, Investoren und der Öffentlichkeit,
  • effiziente Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern,
  • bessere Prognosefähigkeit,
  • deutliche Reduzierung von Konflikten.

Damit wird sie zu einem strategischen Erfolgsfaktor jedes Großprojekts.

Fazit

E-Mobilität und moderne Infrastruktur sind Grundvoraussetzungen für eine klimafreundliche Zukunft. Doch je komplexer und innovativer die Projekte, desto größer die Herausforderungen. Eine professionelle, integrierte Projektsteuerung mit konsequentem Abweichungsmanagement, Claim Management und Risikomanagement ist kein „nice to have“, sondern eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Visionen Realität werden – wirtschaftlich tragfähig, termingerecht und mit hoher Qualität.

Die INMAS GmbH ist prädestiniert für diese Dienstleistung. Wir besitzen die Rechts- und Normenkataster, beschäftigen IngenieurInnen der unterschiedlichen Fakultäten und besitzen die Seniorität im Projektmanagement und Abweichungsmanagement. Wir arbeiten mit Rechtsanwälten und spezialisierten Kooperationspartnern fallorientiert zusammen und sind seit über 25 Jahren im Claim Management aktiv und unterstützend unterwegs.

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