Durchführungsbeschluss (EU) 2019/436 vom 18. März 2019

über die harmonisierten Normen für Maschinen zur Unterstützung der Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates

DIE EUROPÄISCHE KOMMISION HAT FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN:

Artikel 1

Die Fundstellen harmonisierter Normen für Maschinen zur Unterstützung der Richtlinie 2006/42/EG, die im Anhang I dieses Beschlusses aufgeführt sind, werden hiermit im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Fundstellen harmonisierter Normen zur Unterstützung der Richtlinie 2006/42/EG, die im Anhang II dieses Beschlusses aufgeführt sind, werden hiermit mit einer Einschränkung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Artikel 2

Die Fundstellen harmonisierter Normen für Maschinen zur Unterstützung der Richtlinie 2006/42/EG, die im Anhang III dieses Beschlusses aufgeführt sind, werden hiermit zu den in diesem Anhang genannten Zeitpunkten aus dem Amtsblatt der Europäischen Union entfernt.

Amtsblatt

Maschinenrichtlinie soll überarbeitet werden

Zu den möglichen Änderungen kann man sein Feedback abgeben. Eine öffentliche Konsultation soll im 2. Quartal von 2019 erfolgen. Die Vorlage eines Kommissionsentwurfs zur erneuten öffentlichen Konsultation sowie zur Vorlage für EU-Rat und Parlament ist für die 2. Jahreshälfte 2021 geplant…..EU-Kommission.

CE-Ready


Unsere Softwarelösung für eine CE-konforme Risikobeurteilung

 

INMAS Institut für Normenmanagement GmbH & PC-Force GmbH präsentieren CE-Ready, das integrierte CE Managementsystem für mehr Maschinensicherheit, mehr Rechtssicherheit und mehr Standardisierung für Hersteller und Betreiber. Jetzt mit Managementfunktionen für überwachungsbedürftige Maschinen und Anlagen sowie einem Betriebsanweisungsverwaltungs- und Unterweisungssystem.

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Schulung Normenmanagement/Grundlagen der Normung

Basiswissen über den Umgang mit Normen

1-Tages-Seminar

Normen sind aus Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Sie schaffen Vertrauen beim Kunden, sichern Kompatibilität und Qualität von Produkten und vereinfachen den Austausch von Waren und Dienstleistungen auf dem nationalen und internationalen Markt. Nicht zuletzt trägt die Anwendung von Normen zur Produkt- und Rechtssicherheit bei.

Dieses Seminar vermittelt Ihnen die wichtigsten Grundlagen über Normen und ihre korrekte Handhabung. Dabei setzen wir uns u. a. mit den folgenden Themen auseinander:

  • Was ist Normung?
  • Was umfasst die Normung?
  • Rechtlicher Hintergrund der Normung
  • Ebenen der Normung (national/regional/international)

Nach der Schulung sind Sie in der Lage, ein aktives Normenmanagement in Ihrem Unternehmen anzustoßen und zu begleiten.

Zielgruppe
Diese Schulung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Qualitätsmanagement, Unternehmensleitung, Einkauf, Vertrieb

Abschluss
Teilnahmebescheinigung der INMAS GmbH

Veranstaltungstermine und -orte
Bremen, 03. April 2019

Preise
Teilnahmegebühr: 590,00 €

Wichtige Neuerungen bei Gefährdungsbeurteilungen

Wichtige Neuerungen bei Gefährdungsbeurteilungen: Sie ist für jedes Unternehmen verpflichtend und gewährleistet die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. Erfüllen Sie alle Anforderungen nach aktueller Rechtslage!

Immer mehr Vorschriften fordern die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen, z. B. MuSchG (Nachweis einer Gefährdungsbeurteilung seit 01.01.19 verpflichtend), die TRBS 1111 (2018 neu gefasst und erweitert), die TRBA 400 (seit 07/2018 ergänzt um Vorgaben zu psychischen Belastungen bei Tätigkeiten mit Biostoffen). Zudem ändert sich die Rechtslage fortlaufend – und Sie müssen in Ihrer Gefährdungsbeurteilung stets die aktuellen Vorgaben berücksichtigen. Gefährdungsbeurteilungen stellen damit eine echte Herausforderung für Unternehmen dar.

Damit Sie auch weiterhin ohne Beanstandung alle Anforderungen einfach erfüllen, sollten Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung in 3 (Teil)Schritten durchführen.

1. PLANUNG
Planungsbasis bildet in Ihrer Arbeitsschutzorganisation klare definierte Verantwortlichkeiten und Pflichten der Personen, die maßgeblich die Funktionen des Arbeitsschutzes tragen. Zusätzlich eine interne Kontrolle, die die Einhaltung bzw. Erfüllung der Aufgaben im Blick hat. Und die Organisation der Notfälle (Brandschutz, Erste Hilfe) und die arbeitsmedizinische Vorsorge fallen in diesen Bereich.
Ist das organisiert, werden die handelnden Mitarbeiter in Arbeitsgruppen mit Aufgaben und einem Terminplan für den weiteren Ablauf vertraut gemacht. Im letzten Planungsschritt werden die zu beurteilenden Arbeitsbereiche und Tätigkeiten im Unternehmen festgelegt.

2. DURCHFÜHRUNG
Dieser Teilschritt kann in 7 Prozessschritte unterteilt werden:

1. Arbeitsbereiche und Tätigkeiten auswählen
2. Gefährdungen und Belastungen für die Arbeitsbereiche und Tätigkeiten ermitteln
3. Das jeweilige Risiko der ermittelten Gefährdungen und Belastungen bewerten
4. Geeignete Schutzmaßnahmen finden
5. Schutzmaßnahmen festlegen
6. Schutzmaßnahmen umsetzen
7. Schutzmaßnahmen auf Wirksamkeit prüfen
8. Gefährdungsbeurteilung regelmäßig überprüfen und fortschreiben

Damit wird gewährleistet, dass alle Beschäftigten ein hohes Maß an Sicherheit und Gesundheit erfahren.

3. DOKUMENTATION
Jedes Unternehmen ist nach dem Arbeitsschutzgesetz zur Dokumentation und Bereithaltung der Dokumente verpflichtet. Inhalt der Dokumente:
a. Gefährdungsbeurteilung mit den zugehörigen Schutzmaßnahmen
b. Überprüfung der Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen

Damit ist die Dokumentation ebenfalls ein Teilprozess der Gefährdungsbeurteilung und endet in einer Aufbereitung der mitgeltenden Unterlagen.

Das Verpackungsgesetz

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) ist am 01.01.2019 in Kraft getreten und hat die Verpackungsverordnung (VerpackV) abgelöst.

Hauptziele des Verpackungsgesetzes (VerpackG) sind die Stärkung des Recyclings und des Wettbewerbs. Es bekennt sich folglich klar zu hohen ökologischen Standards in den Bereichen der Erfassung, des Recyclings und einem funktionierenden Wettbewerb zwischen den dualen Systemen. Die Regelungen sollen ein gesetzeskonformes Verhalten aller Marktteilnehmer sicherstellen.

Wer Verpackungen teilweise oder gar nicht lizensiert, kann mit einem Bußgeld bis zu 200.000 € belangt werden.

Für Fragen und Anmerkungen steht Ihnen Uwe Schröder zur Verfügung.

Ihr Spezialist für Normenmanagement und CE-Kennzeichnung

Sehen Sie den Horizont nicht mehr? Fehlen Ihnen die Ansatzpunkte, um Normen umzusetzen? Erhoffen Sie sich Impulse oder konkrete Handlungsempfehlungen im Normen-dickicht? Wir stehen Ihnen mit unserer Normen-Beratung zur Seite, helfen Ihnen Systematik und Sprache von Normen zu verstehen und für Ihre Zwecke einzusetzen. INMAS entwickelt mit Ihnen die Antworten.

Unsere Dienstleistungen auf einen Blick

ISO 10005: Richtlinien für Qualitätspläne

Die ISO 10005 beschreibt, wie Qualitätspläne innerhalb eines Qualitätsmanagementsystems umzusetzen sind. Diese Norm wurde jetzt überarbeitet und neu veröffentlicht als ISO 10005:2018 Quality Management – Guidelines for quality plans.

Ob man ein Projekt, ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten will: Alles benötigt eine Serie von miteinander verbundenen oder komplementären Prozessen und Aufgaben. Diese müssen geplant werden, damit Unternehmen bessere Ergebnisse erzielen. Ein Qualitätsplan hilft Organisationen dabei, dieses Ziel zu erreichen. Er umfasst Spezifikationen der Aufgaben, Verantwortlichkeiten und der mit den Aufgaben verbundenen Ressourcen. Der Plan beschreibt im Detail, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung produziert wird und welchen Einfluss das auf andere Prozesse oder Teile des Geschäfts hat.

Komplementär zur ISO 9001

Die ISO 10005 wurde speziell dafür überarbeitet, so dass sie nun mehr Hilfe und Beispiele bietet, so dass Unternehmen jedweder Art und Größe von ihr profitieren können. Die Norm basiert auf denselben Konzepten und Prinzipien wie die ISO 9001, jedoch ist es nicht zwingend nötig, die QM-Norm implementiert zu haben, um die ISO 10005 nutzen zu können. Eines dieser Prinzipien ist beispielsweise der risikobasierte Ansatz, der dabei helfen soll, sich für bestimmt Prozesse, Ressourcen und Methoden zu entscheiden.

Die ISO 10005 wurde von einer Arbeitsgruppe aus 26 Mitgliedern des ISO Technical Committeee ISO/TC 176/SC 2 (Qualitätssysteme) entwickelt.

Hanser Verlag/ISO

Mehr Klarheit bei der Normung zur Maschinensicherheit

Die Grundnorm DIN EN ISO 12100 gibt Leitsätze und Begriffsdefinitionen für die Gewährleistung der Sicherheit von Maschinen, allerdings gilt sie als schwer verständlich – insbesondere im Zusammenspiel mit anderen wichtigen Normen. Die internationalen Standardisierungsgremien haben daher einen Leitfaden veröffentlicht, der seit Juli 2016 auch auf Deutsch erhältlich ist. Unter der Bezeichnung DIN ISO/TR 22100-1 erklärt das Dokument die Zusammenhänge zwischen der Grundnorm und den zahlreichen Typ-B- und Typ-C-Normen, die gezielte Vorgaben für spezielle Sicherheitsaspekte, Schutzeinrichtungen oder Gerätetypen bereitstellen.

Die INMAS GmbH, die Unternehmen bei der wirtschaftlichen und rechtssicheren Anwendung von Normen unterstützt, empfiehlt Konstrukteuren und Herstellern von Maschinen eine Überprüfung ihrer bisherigen Vorgehensweise unter Berücksichtigung des neuen Leitfadens. „Bis jetzt herrschte oft große Unklarheit, welche Normen bei der Umsetzung der DIN EN ISO 12100 zugrunde gelegt werden müssen“, erklärt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe. „Der neue Leitfaden erleichtert die Zuordnung erheblich.“

Das Dokument, das auch als „DIN SPEC 33886“ veröffentlicht wurde, erläutert die Einteilung von Normen zur Maschinensicherheit in Typ-A-Normen, Typ-B-Normen und Typ-C-Normen sowie deren wechselseitigen Beziehungen. Darüber hinaus wird die Realisierung einer hinreichenden Risikominderung bei der praktischen Konstruktion von Maschinen dargestellt. Zum besseren Verständnis zeigt eine bildliche Darstellung die Einordnung vieler Dokumente in den Prozess.

Ergänzend zum ersten Teil des Leitfadens bietet ein zweiter Teil (DIN ISO/TR 22100-2) konkrete Hinweise auf die Beziehung zwischen der Grundnorm DIN EN ISO 12100 und der ISO 13849-1, die sich mit Gestaltungsleitsätzen zu sicherheitsbezogenen Teilen von Steuerungen beschäftigt. „Dieser Teil ist bereits 2014 erschienen, allerdings ist er in vielen Unternehmen noch nicht bekannt“ erläutert Skiebe. „Es lohnt sich auf jeden Fall, die Prozesse in der Konstruktion und Produktion auch mit diesem Dokument abzugleichen.“

Der Leitfaden (offizielle Bezeichnung: „Technischer Report“) DIN ISO/TR 22100 kann beim Beuth Verlag in Berlin oder bei Austrian Standards in Wien erworben werden. Fachliche Auskünfte erteilt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe unter Tel. 0421 56969-255 oder E-Mail skiebe@inmas.de.

Europäische Richtlinien: Bedeutung unterschätzt

Richtlinien der Europäischen Union spielen in der Gedankenwelt eines mittelständischen Unternehmers meistens keine große Rolle. Bevor sie eine direkte Auswirkung auf die Unternehmenspraxis haben, müs­sen sie zunächst in nationales Recht umgesetzt werden. Das werden sie jedoch zwangsläufig – dazu sind die Mitgliedsstaaten der EU verpflichtet.

Bestes Beispiel ist die EG-Maschinenrichtlinie, die sich im deutschen Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) wiederfindet. Aber auch die Bau­produktenverordnung (BauPVo EU 305/2011), in der unter anderem die CE-Kennzeichnungspflicht geregelt ist, hat massive Auswirkungen auf die tägliche Arbeit in vielen Unternehmen.

Wenn es dann soweit ist, dauert es oft noch eine Weile, bis sich die neuen Anforderungen an Unternehmen herumsprechen und die Tragweite der Konsequenzen verstanden wird. Bis zur verbindlichen Umsetzung bleibt dann nur noch wenig Zeit – oft zu wenig, um die sinnvollste und kostengünstigste Handlungsmöglichkeit zu wählen.

Häufigste Probleme

Weil die Zahl der europäischen Richtlinien beständig zunimmt, sind die meisten Unternehmen mit diesen Informationen überfordert. Rechtlich bindende Änderungen werden oft zu spät umgesetzt, manchmal auch komplett verschlafen.

Vielen Unternehmern ist nicht klar, dass aus Richtlinien zwangsläufig nationale Gesetze werden. Hersteller, die ein Produkt mit CE-Kenn­zeichnung auf den Markt bringen, kennen nicht einmal die zugrunde liegende EU-Richtlinie.

Empfehlung

Europäische Richtlinien, die für die eigene Branche relevant sind, sollten jederzeit im Auge behalten werden. Gute Fachzeitschriften oder Internetdienste können helfen, sich frühzeitig zu informieren, aber auch Verbände und Vereine wie VDI, VDMA oder DIN sind geeignete Quellen. Externe Dienstleister können die Lage noch zuverlässiger und individueller im Auge behalten.

Es empfiehlt sich, frühzeitig auf Änderungen zu reagieren, um nicht in den letzten Monaten vor der verbindlichen Einführung eine Notlösung stricken oder rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen.