Wichtige Neuerungen bei Gefährdungsbeurteilungen

Wichtige Neuerungen bei Gefährdungsbeurteilungen: Sie ist für jedes Unternehmen verpflichtend und gewährleistet die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. Erfüllen Sie alle Anforderungen nach aktueller Rechtslage!

Immer mehr Vorschriften fordern die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen, z. B. MuSchG (Nachweis einer Gefährdungsbeurteilung seit 01.01.19 verpflichtend), die TRBS 1111 (2018 neu gefasst und erweitert), die TRBA 400 (seit 07/2018 ergänzt um Vorgaben zu psychischen Belastungen bei Tätigkeiten mit Biostoffen). Zudem ändert sich die Rechtslage fortlaufend – und Sie müssen in Ihrer Gefährdungsbeurteilung stets die aktuellen Vorgaben berücksichtigen. Gefährdungsbeurteilungen stellen damit eine echte Herausforderung für Unternehmen dar.

Damit Sie auch weiterhin ohne Beanstandung alle Anforderungen einfach erfüllen, sollten Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung in 3 (Teil)Schritten durchführen.

1. PLANUNG
Planungsbasis bildet in Ihrer Arbeitsschutzorganisation klare definierte Verantwortlichkeiten und Pflichten der Personen, die maßgeblich die Funktionen des Arbeitsschutzes tragen. Zusätzlich eine interne Kontrolle, die die Einhaltung bzw. Erfüllung der Aufgaben im Blick hat. Und die Organisation der Notfälle (Brandschutz, Erste Hilfe) und die arbeitsmedizinische Vorsorge fallen in diesen Bereich.
Ist das organisiert, werden die handelnden Mitarbeiter in Arbeitsgruppen mit Aufgaben und einem Terminplan für den weiteren Ablauf vertraut gemacht. Im letzten Planungsschritt werden die zu beurteilenden Arbeitsbereiche und Tätigkeiten im Unternehmen festgelegt.

2. DURCHFÜHRUNG
Dieser Teilschritt kann in 7 Prozessschritte unterteilt werden:

1. Arbeitsbereiche und Tätigkeiten auswählen
2. Gefährdungen und Belastungen für die Arbeitsbereiche und Tätigkeiten ermitteln
3. Das jeweilige Risiko der ermittelten Gefährdungen und Belastungen bewerten
4. Geeignete Schutzmaßnahmen finden
5. Schutzmaßnahmen festlegen
6. Schutzmaßnahmen umsetzen
7. Schutzmaßnahmen auf Wirksamkeit prüfen
8. Gefährdungsbeurteilung regelmäßig überprüfen und fortschreiben

Damit wird gewährleistet, dass alle Beschäftigten ein hohes Maß an Sicherheit und Gesundheit erfahren.

3. DOKUMENTATION
Jedes Unternehmen ist nach dem Arbeitsschutzgesetz zur Dokumentation und Bereithaltung der Dokumente verpflichtet. Inhalt der Dokumente:
a. Gefährdungsbeurteilung mit den zugehörigen Schutzmaßnahmen
b. Überprüfung der Umsetzung und Wirksamkeit der Maßnahmen

Damit ist die Dokumentation ebenfalls ein Teilprozess der Gefährdungsbeurteilung und endet in einer Aufbereitung der mitgeltenden Unterlagen.

Das Verpackungsgesetz

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) ist am 01.01.2019 in Kraft getreten und hat die Verpackungsverordnung (VerpackV) abgelöst.

Hauptziele des Verpackungsgesetzes (VerpackG) sind die Stärkung des Recyclings und des Wettbewerbs. Es bekennt sich folglich klar zu hohen ökologischen Standards in den Bereichen der Erfassung, des Recyclings und einem funktionierenden Wettbewerb zwischen den dualen Systemen. Die Regelungen sollen ein gesetzeskonformes Verhalten aller Marktteilnehmer sicherstellen.

Wer Verpackungen teilweise oder gar nicht lizensiert, kann mit einem Bußgeld bis zu 200.000 € belangt werden.

Für Fragen und Anmerkungen steht Ihnen Uwe Schröder zur Verfügung.

Ihr Spezialist für Normenmanagement und CE-Kennzeichnung

Sehen Sie den Horizont nicht mehr? Fehlen Ihnen die Ansatzpunkte, um Normen umzusetzen? Erhoffen Sie sich Impulse oder konkrete Handlungsempfehlungen im Normen-dickicht? Wir stehen Ihnen mit unserer Normen-Beratung zur Seite, helfen Ihnen Systematik und Sprache von Normen zu verstehen und für Ihre Zwecke einzusetzen. INMAS entwickelt mit Ihnen die Antworten.

Unsere Dienstleistungen auf einen Blick

Mehr Klarheit bei der Normung zur Maschinensicherheit

Die Grundnorm DIN EN ISO 12100 gibt Leitsätze und Begriffsdefinitionen für die Gewährleistung der Sicherheit von Maschinen, allerdings gilt sie als schwer verständlich – insbesondere im Zusammenspiel mit anderen wichtigen Normen. Die internationalen Standardisierungsgremien haben daher einen Leitfaden veröffentlicht, der seit Juli 2016 auch auf Deutsch erhältlich ist. Unter der Bezeichnung DIN ISO/TR 22100-1 erklärt das Dokument die Zusammenhänge zwischen der Grundnorm und den zahlreichen Typ-B- und Typ-C-Normen, die gezielte Vorgaben für spezielle Sicherheitsaspekte, Schutzeinrichtungen oder Gerätetypen bereitstellen.

Die INMAS GmbH, die Unternehmen bei der wirtschaftlichen und rechtssicheren Anwendung von Normen unterstützt, empfiehlt Konstrukteuren und Herstellern von Maschinen eine Überprüfung ihrer bisherigen Vorgehensweise unter Berücksichtigung des neuen Leitfadens. „Bis jetzt herrschte oft große Unklarheit, welche Normen bei der Umsetzung der DIN EN ISO 12100 zugrunde gelegt werden müssen“, erklärt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe. „Der neue Leitfaden erleichtert die Zuordnung erheblich.“

Das Dokument, das auch als „DIN SPEC 33886“ veröffentlicht wurde, erläutert die Einteilung von Normen zur Maschinensicherheit in Typ-A-Normen, Typ-B-Normen und Typ-C-Normen sowie deren wechselseitigen Beziehungen. Darüber hinaus wird die Realisierung einer hinreichenden Risikominderung bei der praktischen Konstruktion von Maschinen dargestellt. Zum besseren Verständnis zeigt eine bildliche Darstellung die Einordnung vieler Dokumente in den Prozess.

Ergänzend zum ersten Teil des Leitfadens bietet ein zweiter Teil (DIN ISO/TR 22100-2) konkrete Hinweise auf die Beziehung zwischen der Grundnorm DIN EN ISO 12100 und der ISO 13849-1, die sich mit Gestaltungsleitsätzen zu sicherheitsbezogenen Teilen von Steuerungen beschäftigt. „Dieser Teil ist bereits 2014 erschienen, allerdings ist er in vielen Unternehmen noch nicht bekannt“ erläutert Skiebe. „Es lohnt sich auf jeden Fall, die Prozesse in der Konstruktion und Produktion auch mit diesem Dokument abzugleichen.“

Der Leitfaden (offizielle Bezeichnung: „Technischer Report“) DIN ISO/TR 22100 kann beim Beuth Verlag in Berlin oder bei Austrian Standards in Wien erworben werden. Fachliche Auskünfte erteilt INMAS-Geschäftsführer Manfred Skiebe unter Tel. 0421 56969-255 oder E-Mail skiebe@inmas.de.

Tagesseminar: „CE-Risikoanalyse – Von der Theorie zur Praxis“

Die Risikoanalyse ist ein zentrales Element der CE-Kennzeichnung, die für den Vertrieb vieler Produkte innerhalb der EU gesetzlich vorgeschrieben ist. Vielen mittelständischen Unternehmen fehlt jedoch das Know-how, um diese Aufgabe rechtssicher bewältigen zu können. Die INMAS GmbH bietet daher am 13. Juni 2016 ein eintägiges Kompaktseminar an, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, ohne externe Hilfe Risikoanalysen durchzuführen.

Das Seminar besteht aus zwei Blöcken. Am Vormittag werden die Teilnehmer über die relevanten EU-Richtlinien und die damit verbundenen rechtlichen Vorgaben des Produktsicherheitsgesetzes informiert. Darüber hinaus werden die wichtigsten EN-Sicherheitsnormen vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt hier auf der Erstellung von Bedienungsanleitungen, weil in diesem Bereich oft Fehler passieren, die erhebliche Schadensersatzforderungen zur Folge haben können.

Im zweiten Block werden die Teilnehmer in die Risikoanalyse und –beurteilung mit dem Programm CE-Ready eingewiesen. Anschließend führen sie unter Anleitung des Referenten eine beispielhafte Risikoanalyse durch. CE-Ready verfügt über verschiedene Module, die unter anderem auch für die Dokumentation der Betriebs- und Arbeitssicherheit eingesetzt werden können.

Geleitet wird das Seminar von Dr.-Ing. Armin Vornberger, der über umfassende Erfahrung in den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Dokumentation verfügt. Er war unter anderem bereits als stellvertretender technischer Geschäftsführer, Bereichsleiter Konstruktion / Dokumentation / Einkauf / Fertigung / Logistik und Hauptabteilungsleiter in der Technischen Entwicklung bei verschiedenen Unternehmen tätig.

Weitere Informationen: INMAS GmbH, Tel. 0421 56969-255, E-Mail info@inmas.de, www.inmas.de

Interpretationspapier – Wesentliche Veränderungen von Maschinen/April 2015

Interpretationspapier – Wesentliche Veränderungen von Maschinen/April 2015

Mit diesem Interpretationspapier wurde eine lange überfällige Anpassung vorgenommen, die aus dem Produktsicherheitsgesetz herrührt.
Eine grundlegende Aussage aus dem Leitfaden Maschinenrichtlinie § 72 wurde hier platziert:

„Die MRL gilt auch für Maschinen, die auf gebrauchten Maschinen basieren, welche so wesentlich verändert worden sind, dass sie als neue Maschine angesehen werden können. Es stellt sich damit die Frage, ab wann ein Umbau einer Maschine gilt, welche der Maschinenrichtlinie vorliegt. Es ist nicht möglich, präzise Kriterien zu formulieren, mit denen diese Frage in jedem Einzelfall beantwortet wird.“

Das vollständige Papier finden Sie hier…

Unvollständige Maschine, Auswechselbare Ausrüstung oder Werkzeug?

Um sich zunächst die Frage beantworten zu können, ist es notwendig sich der Definition nach Maschinenrichtlinie zu widmen.
Hier heißt es in Artikel 2 Absatz b):

„ …eine Vorrichtung, die der Bediener einer Maschine oder Zugmaschine nach deren Inbetriebnahme selbst an ihr anbringt, um ihre Funktion zu ändern oder zu erweitern, sofern diese Ausrüstung kein Werkzeug ist“.

Weiter gilt es zu betrachten, was im Anhang I Nr. 1.1.1.d) der Maschinerichtlinie festgelegt ist, nämlich die Definition Bedienungspersonal.
Sinngemäß heißt es hier – dass die Person bzw. die Personen, die für die Installation, Betrieb, Einrichten, Wartung, Reinigung, Reparatur oder Transport von Maschinen zuständig sind.

Einfach Zusammengefasst:

Es handelt sich bei der auswechselbaren Ausrüstung um technische Anbaugeräte, die eigens dafür konstruiert und ausgeführt werden, um diese Ausrüstungen durch den Bediener an die bereits in Betrieb genommene Maschine anzubringen.

Dies ist das entscheidende Merkmal zu allen anderen möglichen Zuordnungen, also unvollständige Maschine oder Werkzeug – denn die Art und Weise der Handhabung und Nutzung ist ausschließlich dem Bediener überlassen – natürlich nach der vom Hersteller erstellten Bedienungs- und Montaganleitung.

Eine unvollständige Maschine wird so konstruiert und ausgeführt, dass sie einmalig eingebaut und installiert wird und genau dort verbleibt.

Werkzeuge werden so charakterisiert – Produkte die das zu bearbeitende Fertigungsteil direkt berühren, ohne die Funktion der Maschine zu ändern oder zu erweitern (Klassiker: der Bohrer, die Fräse).

Das Zusammenbringen von auswechselbarer Ausrüstung und Grundmaschine stellt selbstverständlich keine neue Maschine im Sinne der Gesamtheit von Maschinen wie sie in Artikel 2 a der Maschinenrichtlinie beschrieben wird, dar.

Begründung für diese unsinnige Annahme ist der, dass der Hersteller der Grundmaschine aufgrund der spezifischen Anwendungen und der Teils komplexen Bauarten von auswechselbaren Ausrüstungen, keine vollständige Aussage zu den sich ergebenen Gefährdungen machen kann.

Fazit:

Genau um dieses Defizit in den Betrachtungen zweier Hersteller ausgleichen zu können, ist der Begriff – auswechselbare Ausrüstung – in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie aufgenommen worden.