Die neue Niederspannungsrichtlinie – Anpassung an den Beschluss 768/2008/EG

Nachdem die Niederspannungsrichtlinie 2006 veröffentlicht wurde, verabschiedete man 2008 innerhalb des Beschlusses 768/2008/EG die Verpflichtung aller EU-Mitgliedstaaten, nach einem einheitlichen Rahmen für sichere Produkte auf dem europäischen Markt zu sorgen. Der Inhalt dieses Beschlusses weicht jedoch erheblich von den Formulierungen der Niederspannungsrichtlinie ab, so dass an dieser Stelle dringend eine Anpassung vorgenommen werden muss. Der Entwurf der neuen Niederspannungsrichtlinie wurde bereits im November 2011 veröffentlicht – aller Voraussichten nach wird diese Version , abgesehen von geringfügigen Anpassungen, wohl verabschiedet. Im Entwurf zur neuen Niederspannungsrichtlinie befasst sich nun ein eigenes Kapitel 2 mit den rechtlichen Pflichten von Herstellern, Bevollmächtigten, Einführern und Händlern für die CE-Kennzeichnung. Die Pflichten verschiedener Wirtschaftsakteure wird in den Artikeln 6 bis 11 detailliert aufgeführt – komplett neu in dieser Richtlinie.  Weiterhin sind Anpassungen zum Beschluss 768/2008/EG vorgenommen worden, wenn es über die Bestimmungen zur Konformität elektrischer Betriebsmittel geht, bzw. wird die Vorgehenseise bei gefährlichen oder nicht konformen Produkten sehr deutlich formuliert. Außerdem werden in Anhängen 3 die interne Fertigungskontrolle und die EU-Konformitätserklärung in Anhang 4 grundlegend überarbeitet dargestellt.

Der Entwurf der neuen Niederspannungsrichtlinie befindet sich hier….

Horizontale und vertikale Prozessintegration in der Investitionsgüterindustrie

Mit der Initiative Industrie 4.0 beginnt eine neue industrielle Revolution und der Schlüssel hierzu sind einheitliche und standardisierte Datenstrukturen für die interne und externe Kommunikation. Nur durch diese umfassende horizontale und vertikale Prozess-integration kann der Aufwand für Prozessabstimmung, Dokumentation und die Einhaltung von Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben im Alltagsgeschäft sicher gewährleistet werden.

Mit dieser Tagung geben wir Ihnen eine komplette Übersicht zu dieser Thematik und erklären Ihnen die wesentlichen Zusammenhänge und Aspekte.  Your Expert Cluster GmbH möchte Ihnen nicht nur zeigen „WAS“ in der Praxis geht, sondern besonders auch „WIE“ es geht und dies an Hand ausführlicher Tagungs-unterlagen mit Workflows, ToDo-Listen und weiter-gehenden Informationen.

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DIN EN ISO 13849-2:2013-02

Sicherheit von Maschinen – sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen – Teil 2: Validierung

In sehr vielen Unternehmen werden bereits Risikobeurteilungen durchgeführt, um das entsprechende Sicherheitsniveau zu erreichen. Längst sind nicht nur mechanische Sicherheiten anzuwenden. Oft ist ein Einsatz einer sicherheitsbezogenen Steuerung erforderlich.

Im Teil 2 der DIN EN ISO 13849 werden die Vorgehensweisen und Bedingungen für eine Validierung festgelegt. Der Zweck des Validierungsverfahrens ist es, zu bestätigen, dass die Gestaltung der sicherheitsbezogenen Teile der Steuerung den Spezifikationen der Sicherheitsanforderungen der ISO 13849-1 erfüllen.

Unteranderem muss die Validierung aufzeigen, dass:

a)    den festgelegten Sicherheitseigenschaften der Sicherheitsfunktionen, wie bei der    sinnvollen Gestaltung vorgesehen wurde

b)    den Anforderungen für den festgelegte Performance Level

1. den Anforderungen für die festgelegte Kategorie

2. den Maßnahmen zur Beherrschung und zur Vermeidung systematischer Ausfälle

3. den Anforderungen an die Software, falls vorhanden und

4. der Fähigkeit, eine Sicherheitsfunktion unter den erwarteten Umgebungsbedingungen zu     leisten;

c)    der ergonomischen Gestaltung der Benutzerschnittstelle, z. B. damit der Benutzer nicht verleitet wird, in einer gefährlichen Weise zu handeln, indem er z. B. die SRP/CS (sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen)  umgeht

Das heißt: Alle Unternehmungen, die die DIN EN ISO 13849 -1 anwenden, müssen auch eine Validierung vornehmen, also müssen die DIN EN ISO 13849-2 umsetzen!

Deutlich mehr Informationen zum Validierungsprozess, erhält der Anwender durch die Neuaufnahme verschiedener Abschnitte im Anhang 9 dieser Norm.
Im komplett neuen Anhang E dieser Norm, ist ein „Beispiel der Validierung von Fehlverhalten und Mittel zur Diagnose“ ergänzt.

An dieser Stelle eine sehr wichtige Information innerhalb der
DIN EN ISO 13849-2:2013-04

Zitat aus dem nationalen Vorwort:
„Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG).“

Hiermit stellt der Normensetzer unmissverständlich klar, dass harmonisierte Normen Gesetzes-Charakter haben und eine nicht Einhaltung der Festlegungen aus harmonisierten Normen ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht bedeutet.

DIN EN 60079-0:2013-04

Explosionsgefährdete Bereiche Teil 0: Betriebsmittel – Allgemeine Anforderungen

(IEC 60079-0:2011, modifiziert + Cor. :2012)

Im April 2013 ist die DIN EN 60079-0 in aktualisierter Ausgabe erschienen.

Mit diesem Teil werden die entscheidenden Anforderungen an die Konstruktion, Prüfung und Kennzeichnung von elektrischen Geräten und Ex-Bauteilen, die in explosionsgefährdeten Bereichen (Gas- und oder Staubatmosphäre) eingesetzt werden, festgelegt.

Im Wesentlichen werden zusätzliche Prüfanforderungen für den Gebrauch, der außerhalb des üblichen Temperatur- und Druckbereichs sowie Sauerstoffgehaltes liegt, spezifiziert. Das Hauptaugenmerk ist dabei auf die Zündschutzarten wie zum Beispiel die druckfeste Verkapselung oder die Eigensicherheit gelegt.

Bitte beachten Sie, dass diese Norm nur Anforderungen an die Sicherheit festlegt, die sich unmittelbar auf die Explosionsgefahr beziehen. Dabei handelt es sich um Zündquellen, bei denen einen Zusammenhang mit der Gerätearte festgestellt worden ist. Zu diesen Zündquellen zählen heiße Oberflächen, mechanisch erzeugte Funken, Thermitreaktionen ausgelöst durch einen mechanischen Schlag, elektrische Lichtbogenbildung und Entladung statischer Elektrizität in üblichen Industrieumgebungen.

Mit dieser grundlegenden Norm für den EX-Schutz kommen wesentliche inhaltliche Ergänzungen daher.

  • Beispiele hierfür sind:
  •  die Erweiterung einer optionalen Möglichkeit zur „X“- Kennzeichnung von nichtmetallischen Gehäusematerialien,
  • Materialspezifizierungen für Kunststoffe und Elastomere inklusiver der UV-Beständigkeit
  • Halbrundkopfschrauben als Sonderverschluss
  • Wegfall der IP-Kennzeichnung für die Gruppe III
  •  etc.

Fazit: Im Vergleich zum Vorgänger  wird von dieser Norm ein wesentlich größerer Bereich an Geräten abgedeckt. Weiter wird die Kennzeichnung klarer herausgestellt und Prüfwerte sowie Prüfanforderungen sind überarbeitet worden.

Metallische Werkstoffe der BRIC-Staaten – Sorten, Bezeichnung, Erfahrungen

Tagung am 23. April 2013 in Düsseldorf

Die Wachstumsmärkte der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sind hochattraktiv. Aufgrund der ansteigenden internationalen Verflechtung in der Konstruktion und Fertigung sowie Material- und Bauteilbeschaffung verstärken viele deutsche Unternehmen zusehends ihr Engagement in diesen Ländern. Das immense Potential kann jedoch nur ausgeschöpft werden, wenn hinreichende Kenntnisse über die in den BRIC-Staaten verfügbaren Werkstoffe, Erzeugnisse und Prüfverfahren verfügbar sind.

mehr Informationen

aktueller Pressebericht hier

Fotos 13. Bremer Normentag

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