NEUE RICHTLINIE 2011/65/EU ERSETZT 2002/95/EG

Viele unserer Kunden fragen noch, RoHs, was ist das für eine Richtlinie?

Es handelt sich hierbei um die Richtlinie 2011/65/EU, die die erstmalig veröffentlichte RoHs – Richtlinie 2002/95/EG ablöst.

Weil es sich dann um die 2. RoHs – Richtlinie handelt, hat sich der Begriff „RoHs“ etabliert.
Diese Richtlinie löste bereits im Januar dieses Jahres seine Vorgänger komplett ab.

Was hat sich geändert?

1.Geltungsbereich
Der Geltungsbereich wurde auf alle elektrischen und elektronischen Geräte ausgedehnt.
Produktgruppen, wie z.B. Medizingeräte wurden mit erfasst.

2.Hersteller
Hersteller wurden verpflichtet einen Konformitätsnachweis nach folgenden Angaben zu erfüllen:

a.    Die Erstellung technischer Unterlagen zum Nachweis der Einhaltung der Stoffverbote
b.    Die Implementierung von internen Fertigungskontrollen und eine Gewährleistung durch geeignete Verfahren, dass     stets Konformität bei Serienfertigung sichergestellt ist
c.    Das Ausstellen einer EG-Konformitätserklärung
d.    Das Anbringung der CE-Kennzeichnung am Produkt
e.    Die Verpflichtung von Importeuren und Vertreibern sicherzustellen, dass die Hersteller o.g. Anforderungen eingehalten haben und eine Dokumentation gegenüber Behörden und Marktüberwachung vorlegen können

3. Importeure
Die Importeure wurden verpflichtet, bzw. müssen sicher stellen:

a.    Sicherstellung, dass die Hersteller ihre o. g. Verpflichtungen eingehalten haben
b.    Aufbewahrung einer verfügbaren Abschrift der EG-Konformitätserklärung für die Marktüberwachungsbehörden und Sicherstellung, dass die technischen Unterlagen diesen Behörden auf Verlangen vorgelegt werden können
c.    Sicherstellung, dass der Hersteller die Elektro- und Elektronikgeräte mit der CE-Kennzeichnung sowie seinem Namen, seinem eingetragenen Handelsnamen, seiner eingetragenen Handelsmarke und seiner Anschrift versehen hat.

Wertvolle Informationen zur Umsetzung der DIN EN 82079-1

Kurz nach Veröffentlichung der EN 82079-1“Erstellen von Gebrauchsanleitungen“, veröffentlicht das DIN ein hilfreiches Normenwerk, dass nach unserem Dafürhalten in jedem Unternehmen das Produktdokumentationen erstellt, vorliegen muss.

Es handelt sich hierbei um die DIN 2330: 2013-07 „Begriffe und Benennungen-allgemeine Grundsätze“, die nach nun mehr 20 Jahren überarbeitet wurde.

Der Anwendungsbereich dieser Norm dient der Verständigung innerhalb der Wirtschaftsakteure, wenn es um allgemeine Grundsätze für das Bilden von Definitionen und Benennungen und deren Anwendungen geht.

Sie beschreibt Zusammenhänge zwischen Gegenstand, Begriff und Sprache der einzelnen Akteure. Die Bedeutung und Wichtigkeit der Dokumentation, vorzugsweise der Gebrauchsanleitung, ist bei sehr vielen Unternehmen mittlerweile angekommen.

Deshalb ist es eben äußerst wichtig eine Struktur innerhalb einer Dokumentation zu haben, Grundsätze für das Erstellen von Definitionen zu kennen, Anforderungen an Benennungen formulieren zu können. All diese Anforderungen müssen verständlich und klar vom technischen Redakteur umgesetzt und für jeden Dritten klar und verständlich beschrieben werden.

In der DIN 2330 werden z.B. Verfahren und Grundsätze der Benennungsbildung beschrieben, die auch deutlich die Schwächen aufzeigen, die wir in sehr vielen Gebrauchsanleitungen entdecken mussten. Soll heißen, dass viele unterschiedliche Benennungen für gleiche Bauteile innerhalb einer Gebrauchsanleitung existieren, keine Eindeutigkeit bei der Auswahl der Benennung hergestellt wurde und Benennungen verwendet werden, die zu Missverständnissen führen können.

Anwender dieser Norm lernen Grundsätzliches, das sprichwörtliche „Kleine Einmaleins“, sich verständlich, kurz und strukturiert auszudrücken.

Hilfreiche Regelwerke zur Anwendung dieser Norm sind die DIN 2340 Kurzformen für Benennungen und Namen sowie die DIN 2342 Begriffe der Terminilogielehre.

LASI-Leitfaden

Die neuen LASI-Leitlinien zum Produktsicherheitsgesetz

Nach Erscheinen des Produktsicherheitsgesetzes im Dezember 2011 war es unumgänglich, die LASI-Leitlinien anzupassen. Seit März 2013 liegen die neuen Leitlinien zum Produktsicherheitsgesetz in dritter Auflage vor.

Die LASI-Leitlinien (Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik) verstehen sich ausschließlich als Handlungsempfehlung oder Entscheidungshilfe bei der Umsetzung, sie haben keinen rechtlich verbindlichen Stellenwert.

Kurz zum Verständnis: Der LASI ist ein Koordinierungsgremium der Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland, das sich ausschließlich verwaltungsorganisatorisch der Arbeits- und Sozialminister Konferenz unterordnet. In dieser Position bildet der LASI das höchste fachliche Gremium für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik in unserem Land.

Aufgabe der LASI ist es, ein gemeinsames Handeln unter allen Bundesländern abzustimmen und zu ermöglichen, um dadurch die Unterstützung einer einheitlichen Auslegung des Produktsicherheitsgesetzes zu erzielen.

Nachstehend einige wichtige Änderungen:

Deutsche Gebrauchsanleitung bei gebrauchten Produkten

Der LASI stellt klar, dass Maschinen, die bereits außerhalb Deutschlands, im europäischen Wirtschaftsraum erstmalig in Verkehr gebracht wurden, nun als gebrauchte Maschine in Deutschland auf dem Markt bereitgestellt werden sollen, eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache bereit zu stellen ist bzw. mitzuliefern ist.

Nach unserem Dafürhalten für alle Gebrauchtmaschinenhändler eine riesige Herausforderung, sowie für den Einkauf einzelner Unternehmungen, die ihren Maschinenpark durch Gebrauchtmaschinen erweitern wollen.

Inbetriebnahme von Maschinen, die ausschließlich für den Eigengebrauch hergestellt werden:

Hier wurde in den LASI- Leitlinien nochmals eindeutig festgelegt, wie auch schon in den Ausführungen zum Geräte-und Produktsicherheitsgesetz (GPSG), dass die Inbetriebnahme von Maschinen, die für den Eigengebrauch hergestellt werden, ein produktsicherheitsrechtlich relevanter Vorgang ausgelöst wird und somit die Anwendung des Produktsicherheitsgesetzes erfordert. Hierbei wird dem §1 Absatz 1 ProdSG genüge getan, denn dort wird beschrieben, dass das Produktsicherheitsgesetz anzuwenden ist, wenn Produkte im Rahmen  einer Geschäftstätigkeit erstmals verwendet werden.

In diesem Zusammenhang hoffen wir, dass alle Anwender, die Maschinen für den Eigengebrauch herstellen, schlussendlich überzeugt wurden, dass auch hier das Produktsicherheitsgesetz anzuwenden ist.

Fazit:

Ungeachtet der Unverbindlichkeit hinsichtlich der rechtlichen Folgen werden diese Leitlinien ihre Lenkungswirkung innerhalb der Umsetzung des Produktsicherheitsgesetzes zur Anwendung kommen. Allein aus der Entstehung der LASI-Leitlinien werden sich alle nationalen Marktüberwachungsbehörden daran orientieren.

Somit unsere Empfehlung an dieser Stelle, sich mit den neuen Leitlinien auseinander zu setzen, die Auslegungsmethoden mit den eigenen Art und Weisen im Unternehmen vergleichen, um somit weiterhin den Ansprüchen des Gesetzgebers zu entsprechen.

Nachstehend stellen wir ihnen den Leitfaden bereit

 LASI-Leitfaden März 2013

Die Bauproduktenverordnung 305/2011 tritt in Kraft!

Durch die Veröffentlichung der Bauproduktenverordnung (BauPVO) 305/2011, also etwas vor zwei Jahren, wurde die Übergangsfrist für alle die eingeläutet, die vom Anwendungsbereich dieser Bauproduktenverordnung erfasst werden. Diese Übergangsfrist ist zum 30. Juni 2013 abgelaufen. Ab dem 01. Juli 2013 heißt das konkret, der Inhalt der Bauproduktenverordnung gilt voll umfänglich.

Der Anwendungsbereich kurz zusammengefasst:

Diese Verordnung legt die Bedingungen für das Inverkehrbringen von Bauprodukten oder ihre Bereitstellung auf dem Markt fest. Hierzu ist die Leistung des Bauproduktes (Leistungserklärung) nach zu weisen und eine CE-Kennzeichnung am Bauprodukt anzubringen. Sämtliche Vorrausetzungen für den Leistungsnachweis und die CE-Kennzeichnung sind in den harmonisierten technischen Spezifikationen zu finden.

Diese Nachweispflicht gilt nicht nur für Hersteller, sondern für Importeure und Händler (Baustoffhändler) gleichermaßen.

Heißt konkret:  Bauprodukte ohne Leistungserklärung, bzw. ohne CE-Kennzeichen dürfen nicht mehr verwendet werden, es besteht ein sogenannter „offener Mangel“!

Ende 2012 wurde im Bundesrat das Gesetz zur Anpassung des Bauproduktengesetzes und weiterer Rechtsvorschriften an die Verordnung 305/2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten verabschiedet. Somit wurde die gesetzliche Basis für die Umsetzung dieser Verordnung in Deutschland geschaffen.

Der Einfluss und die Bedeutung der harmonisierten technischen Spezifikationen werden einen besonderen Stellenwert innerhalb der Herstellung, innerhalb der Handelskette und bei der Verwendung von Bauprodukten einnehmen. Alle am Bau Beteiligten sind davon betroffen.

Unsere Empfehlung ist, sich dringend mit den vorhanden Normenwerken seines Bauproduktes auseinander zu setzen und die Anforderungen für die Erstellung der Leistungserklärung und der CE-Kennzeichnung umzusetzen. Unternehmen, die an dieser Stelle gut gearbeitet haben, werden in den kommenden Jahren einen Wettbewerbsvorteil haben!

Warum? Ohne richtige und vollständige Produktdokumentation darf ihr Bauprodukt nicht mehr verwendet!

Für die Umsetzung der Anforderungen für die jeweiligen Bauprodukte bieten wir entsprechende Schulungen an, die alle in die Lage versetzen, dem Anspruch der BauPVO zu entsprechen.

DIN EN 82079-1:2013-06

Erstellen von Gebrauchsanleitungen – Gliederung, Inhalt und Darstellung – Teil 1: Allgemeine Grundsätze und ausführliche Anforderungen In vielen Unternehmen stellt sich mittlerweile fast täglich die Frage „Welches unserer Produkte benötigt eine Gebrauchsanleitung?“ Da die Gebrauchsanleitung Teil des Produkts ist, sollte diese Frage grundsätzlich mit einem JA beantwortet werden. Selbst wenn man diese Frage bereits eindeutig geklärt hat, so tauchen gleich weitere auf wie z.B. was ist die Originalsprache und in welche Sprachen es sinnvoll ist zu übersetzen oder welche grafischen Symbole sind zu verwenden? Gibt es überhaupt eine Regelung oder ist der Aufbau und die Reihenfolge innerhalb der Gebrauchsanleitung der Willkür des Verfassers überlassen? Die DIN EN 82079-1:2013-06 ersetzt die DIN EN 62079:2001-11 und zeigt die allgemeinen Prinzipien und detaillierten Anforderungen an die Erstellung und die Formulierung aller Arten von Gebrauchsanleitungen auf. Dementsprechend wird kein bestimmter Umfang der Dokumentation definiert, die mit dem Produkt zu liefern ist. Über den jeweiligen Umfang entscheidet die Art und Komplexität des Produkts, sowie vom Kenntnisstand der beabsichtigten Nutzer.

Im Folgenden sind einige Punkte aufgezeigt, die diese Norm behandelt:

·               Prinzipien einer Gebrauchsanleitung (Konsistenz der Information, Produktgarantie, …)

·               Inhalt von Gebrauchsanleitungen (bezogen auf den gesamten Produktlebenszyklus)

·               Gestaltung (Verständlichkeit, visuelle Darstellungen und unterstützender Text,

          Anwendung elektronischer Medien, …)

·               Checklisten für:

  • Bewertung der Gebrauchsanleitung
  • Konformität und Kommentare
  • Effektivität der Kommunikation
  • Planung der Erstellung von Gebrauchsanleitungen und empirische Methoden.

Zitat aus der Norm:

„Gebrauchsanleitungen können konstruktive Mängel und fehlendeSicherheitssysteme nicht kompensieren“

Die neue Niederspannungsrichtlinie – Anpassung an den Beschluss 768/2008/EG

Nachdem die Niederspannungsrichtlinie 2006 veröffentlicht wurde, verabschiedete man 2008 innerhalb des Beschlusses 768/2008/EG die Verpflichtung aller EU-Mitgliedstaaten, nach einem einheitlichen Rahmen für sichere Produkte auf dem europäischen Markt zu sorgen. Der Inhalt dieses Beschlusses weicht jedoch erheblich von den Formulierungen der Niederspannungsrichtlinie ab, so dass an dieser Stelle dringend eine Anpassung vorgenommen werden muss. Der Entwurf der neuen Niederspannungsrichtlinie wurde bereits im November 2011 veröffentlicht – aller Voraussichten nach wird diese Version , abgesehen von geringfügigen Anpassungen, wohl verabschiedet. Im Entwurf zur neuen Niederspannungsrichtlinie befasst sich nun ein eigenes Kapitel 2 mit den rechtlichen Pflichten von Herstellern, Bevollmächtigten, Einführern und Händlern für die CE-Kennzeichnung. Die Pflichten verschiedener Wirtschaftsakteure wird in den Artikeln 6 bis 11 detailliert aufgeführt – komplett neu in dieser Richtlinie.  Weiterhin sind Anpassungen zum Beschluss 768/2008/EG vorgenommen worden, wenn es über die Bestimmungen zur Konformität elektrischer Betriebsmittel geht, bzw. wird die Vorgehenseise bei gefährlichen oder nicht konformen Produkten sehr deutlich formuliert. Außerdem werden in Anhängen 3 die interne Fertigungskontrolle und die EU-Konformitätserklärung in Anhang 4 grundlegend überarbeitet dargestellt.

Der Entwurf der neuen Niederspannungsrichtlinie befindet sich hier….

Horizontale und vertikale Prozessintegration in der Investitionsgüterindustrie

Mit der Initiative Industrie 4.0 beginnt eine neue industrielle Revolution und der Schlüssel hierzu sind einheitliche und standardisierte Datenstrukturen für die interne und externe Kommunikation. Nur durch diese umfassende horizontale und vertikale Prozess-integration kann der Aufwand für Prozessabstimmung, Dokumentation und die Einhaltung von Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben im Alltagsgeschäft sicher gewährleistet werden.

Mit dieser Tagung geben wir Ihnen eine komplette Übersicht zu dieser Thematik und erklären Ihnen die wesentlichen Zusammenhänge und Aspekte.  Your Expert Cluster GmbH möchte Ihnen nicht nur zeigen „WAS“ in der Praxis geht, sondern besonders auch „WIE“ es geht und dies an Hand ausführlicher Tagungs-unterlagen mit Workflows, ToDo-Listen und weiter-gehenden Informationen.

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DIN EN ISO 13849-2:2013-02

Sicherheit von Maschinen – sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen – Teil 2: Validierung

In sehr vielen Unternehmen werden bereits Risikobeurteilungen durchgeführt, um das entsprechende Sicherheitsniveau zu erreichen. Längst sind nicht nur mechanische Sicherheiten anzuwenden. Oft ist ein Einsatz einer sicherheitsbezogenen Steuerung erforderlich.

Im Teil 2 der DIN EN ISO 13849 werden die Vorgehensweisen und Bedingungen für eine Validierung festgelegt. Der Zweck des Validierungsverfahrens ist es, zu bestätigen, dass die Gestaltung der sicherheitsbezogenen Teile der Steuerung den Spezifikationen der Sicherheitsanforderungen der ISO 13849-1 erfüllen.

Unteranderem muss die Validierung aufzeigen, dass:

a)    den festgelegten Sicherheitseigenschaften der Sicherheitsfunktionen, wie bei der    sinnvollen Gestaltung vorgesehen wurde

b)    den Anforderungen für den festgelegte Performance Level

1. den Anforderungen für die festgelegte Kategorie

2. den Maßnahmen zur Beherrschung und zur Vermeidung systematischer Ausfälle

3. den Anforderungen an die Software, falls vorhanden und

4. der Fähigkeit, eine Sicherheitsfunktion unter den erwarteten Umgebungsbedingungen zu     leisten;

c)    der ergonomischen Gestaltung der Benutzerschnittstelle, z. B. damit der Benutzer nicht verleitet wird, in einer gefährlichen Weise zu handeln, indem er z. B. die SRP/CS (sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen)  umgeht

Das heißt: Alle Unternehmungen, die die DIN EN ISO 13849 -1 anwenden, müssen auch eine Validierung vornehmen, also müssen die DIN EN ISO 13849-2 umsetzen!

Deutlich mehr Informationen zum Validierungsprozess, erhält der Anwender durch die Neuaufnahme verschiedener Abschnitte im Anhang 9 dieser Norm.
Im komplett neuen Anhang E dieser Norm, ist ein „Beispiel der Validierung von Fehlverhalten und Mittel zur Diagnose“ ergänzt.

An dieser Stelle eine sehr wichtige Information innerhalb der
DIN EN ISO 13849-2:2013-04

Zitat aus dem nationalen Vorwort:
„Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG).“

Hiermit stellt der Normensetzer unmissverständlich klar, dass harmonisierte Normen Gesetzes-Charakter haben und eine nicht Einhaltung der Festlegungen aus harmonisierten Normen ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht bedeutet.

DIN EN 60079-0:2013-04

Explosionsgefährdete Bereiche Teil 0: Betriebsmittel – Allgemeine Anforderungen

(IEC 60079-0:2011, modifiziert + Cor. :2012)

Im April 2013 ist die DIN EN 60079-0 in aktualisierter Ausgabe erschienen.

Mit diesem Teil werden die entscheidenden Anforderungen an die Konstruktion, Prüfung und Kennzeichnung von elektrischen Geräten und Ex-Bauteilen, die in explosionsgefährdeten Bereichen (Gas- und oder Staubatmosphäre) eingesetzt werden, festgelegt.

Im Wesentlichen werden zusätzliche Prüfanforderungen für den Gebrauch, der außerhalb des üblichen Temperatur- und Druckbereichs sowie Sauerstoffgehaltes liegt, spezifiziert. Das Hauptaugenmerk ist dabei auf die Zündschutzarten wie zum Beispiel die druckfeste Verkapselung oder die Eigensicherheit gelegt.

Bitte beachten Sie, dass diese Norm nur Anforderungen an die Sicherheit festlegt, die sich unmittelbar auf die Explosionsgefahr beziehen. Dabei handelt es sich um Zündquellen, bei denen einen Zusammenhang mit der Gerätearte festgestellt worden ist. Zu diesen Zündquellen zählen heiße Oberflächen, mechanisch erzeugte Funken, Thermitreaktionen ausgelöst durch einen mechanischen Schlag, elektrische Lichtbogenbildung und Entladung statischer Elektrizität in üblichen Industrieumgebungen.

Mit dieser grundlegenden Norm für den EX-Schutz kommen wesentliche inhaltliche Ergänzungen daher.

  • Beispiele hierfür sind:
  •  die Erweiterung einer optionalen Möglichkeit zur „X“- Kennzeichnung von nichtmetallischen Gehäusematerialien,
  • Materialspezifizierungen für Kunststoffe und Elastomere inklusiver der UV-Beständigkeit
  • Halbrundkopfschrauben als Sonderverschluss
  • Wegfall der IP-Kennzeichnung für die Gruppe III
  •  etc.

Fazit: Im Vergleich zum Vorgänger  wird von dieser Norm ein wesentlich größerer Bereich an Geräten abgedeckt. Weiter wird die Kennzeichnung klarer herausgestellt und Prüfwerte sowie Prüfanforderungen sind überarbeitet worden.

Metallische Werkstoffe der BRIC-Staaten – Sorten, Bezeichnung, Erfahrungen

Tagung am 23. April 2013 in Düsseldorf

Die Wachstumsmärkte der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sind hochattraktiv. Aufgrund der ansteigenden internationalen Verflechtung in der Konstruktion und Fertigung sowie Material- und Bauteilbeschaffung verstärken viele deutsche Unternehmen zusehends ihr Engagement in diesen Ländern. Das immense Potential kann jedoch nur ausgeschöpft werden, wenn hinreichende Kenntnisse über die in den BRIC-Staaten verfügbaren Werkstoffe, Erzeugnisse und Prüfverfahren verfügbar sind.

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aktueller Pressebericht hier