DIN EN ISO 13849-2:2013-02

Sicherheit von Maschinen – sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen – Teil 2: Validierung

In sehr vielen Unternehmen werden bereits Risikobeurteilungen durchgeführt, um das entsprechende Sicherheitsniveau zu erreichen. Längst sind nicht nur mechanische Sicherheiten anzuwenden. Oft ist ein Einsatz einer sicherheitsbezogenen Steuerung erforderlich.

Im Teil 2 der DIN EN ISO 13849 werden die Vorgehensweisen und Bedingungen für eine Validierung festgelegt. Der Zweck des Validierungsverfahrens ist es, zu bestätigen, dass die Gestaltung der sicherheitsbezogenen Teile der Steuerung den Spezifikationen der Sicherheitsanforderungen der ISO 13849-1 erfüllen.

Unteranderem muss die Validierung aufzeigen, dass:

a)    den festgelegten Sicherheitseigenschaften der Sicherheitsfunktionen, wie bei der    sinnvollen Gestaltung vorgesehen wurde

b)    den Anforderungen für den festgelegte Performance Level

1. den Anforderungen für die festgelegte Kategorie

2. den Maßnahmen zur Beherrschung und zur Vermeidung systematischer Ausfälle

3. den Anforderungen an die Software, falls vorhanden und

4. der Fähigkeit, eine Sicherheitsfunktion unter den erwarteten Umgebungsbedingungen zu     leisten;

c)    der ergonomischen Gestaltung der Benutzerschnittstelle, z. B. damit der Benutzer nicht verleitet wird, in einer gefährlichen Weise zu handeln, indem er z. B. die SRP/CS (sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen)  umgeht

Das heißt: Alle Unternehmungen, die die DIN EN ISO 13849 -1 anwenden, müssen auch eine Validierung vornehmen, also müssen die DIN EN ISO 13849-2 umsetzen!

Deutlich mehr Informationen zum Validierungsprozess, erhält der Anwender durch die Neuaufnahme verschiedener Abschnitte im Anhang 9 dieser Norm.
Im komplett neuen Anhang E dieser Norm, ist ein „Beispiel der Validierung von Fehlverhalten und Mittel zur Diagnose“ ergänzt.

An dieser Stelle eine sehr wichtige Information innerhalb der
DIN EN ISO 13849-2:2013-04

Zitat aus dem nationalen Vorwort:
„Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG).“

Hiermit stellt der Normensetzer unmissverständlich klar, dass harmonisierte Normen Gesetzes-Charakter haben und eine nicht Einhaltung der Festlegungen aus harmonisierten Normen ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht bedeutet.

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