Elektrogesetz

Veröffentlicht am 4. August 2016 von in Allgemein

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Seit dem 24.7.2016 ist seine Umsetzung Pflicht: das „Gesetz zur Neuordnung des Rechts über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten“ – kurz das neue Elektrogesetz (ElektroG2).

Dies gilt für Händler und Vertreiber für Elektro- und Elektronikgeräte, die eine Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern haben.

Händler dürfen die Annahme von alten Geräten nicht mehr ablehnen. Sogenannte Kleingeräte – deren längste Kante nicht mehr als 25 Zentimeter misst – kann man nun getrost unter den Arm klemmen und auf dem Weg zum Einkauf oder der Arbeit bei einem Händler abgeben.
Neuere Geräte tragen schon das passende Symbol, eine durchgestrichene Mülltonne. Diese Geräte dürfen nicht in den Hausmüll. Sie mussten auch bisher über die kommunalen Wertstoffhöfe entsorgt werden.
Wer eines oder mehrere Geräte nicht ordnungsgemäß entsorgt, kann mit einem Bußgeld belegt werden. Die Höhe richtet sich nach der Größe, beziehungsweise Menge der Geräte.
Das neue Gesetz ist notwendig, um die Sammelquoten zu erfüllen, die EU-Richtlinien für die nächsten Jahre vorgeben. Zurzeit wird im Schnitt  in ganz Deutschland, nur rund ein Drittel des Elektroschrotts sachgemäß entsorgt und landet im Wertstoffhof in den dafür vorgesehenen Behältern. Schon in diesem Jahr aber sollen es 45 Prozent sein, und 2019 müssen sogar 65 Prozent der Altgeräte in Deutschland wieder eingesammelt und aufbereitet werden. Denn Elektroschrott im Hausmüll ist nicht nur eine Verschwendung wertvoller Rohstoffe, sondern auch gefährlich.
Im Elektroschrott stecken einerseits giftige Stoffe, wie Quecksilber in Lampen oder  Blei und Cadmium in alten Handys. Wenn sie im Hausmüll landen, werden sie früher oder später Luft und Boden belasten oder richtiggehend verseuchen. Andererseits stecken in abgelegten Smartphones wertvolle Rohstoffe wie Gold, in Kühlschränken Kupfer sowie Aluminium.
Während Umweltschützer eine höhere Sammelquote befürworten, aber bemängeln, dass nicht alle Händler in die Pflicht genommen werden würden, befürchten viele Händler dagegen den höheren bürokratischen Aufwand durch die Sammlung sowie höhere Kosten.  Alle Händler haben sich bei der Stiftung Elektrogeräte Altregister eintragen lassen und müssen nun jährlich die gesammelten Mengen nach „Schrottart“ melden. Das bedeutet deutlich mehr bürokratischen Aufwand.

Quelle swr
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