Produktwarnung

Veröffentlicht am 23. Juni 2016 von in Allgemein

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Deutschland ist Spitzenreiter bei der Anzahl der erfassten mangelhaften Produkte geworden und löst damit China ab.

Erfasst wurden Vorkommnisse aus der europäischen Marktüberwachung, der nationalen Marktüberwachung, Behördenmeldungen sowie Produktrückrufe und -warnungen.

Die wichtigsten Daten aus dem neuen Report:

  • Im Jahr 2015 wurden europaweit insgesamt 2.123 RAPEX-Meldungen ausgelöst und durch die Europäische Kommission validiert.
  • Zwei von drei der per RAPEX gemeldeten Produkte verstießen allgemein gegen das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG).
  • Deutschland führt erstmalig die Liste der Herkunftsländer an. Der Anteil von beanstandeten Produkten aus China ist von mehr als 30 Prozent in früheren Jahren auf 21,5 Prozent gesunken. Der Anteil der aus Deutschland stammenden gefährlichen Produkte nimmt dagegen seit 2013 zu und liegt inzwischen bei fast 25 Prozent.
  • Deutschland nimmt eine Führungsrolle ein bei der Anzahl der Maßnahmen, die freiwillig von Herstellern/Bevollmächtigten, Importeuren und Händlern ergriffen wurden.
  • Die meisten Produktwarnungen in der Mängelstatistik betrafen die Produktkategorien „Fahrzeuge und Aufbauten“ oder Fahrzeugteile beziehungsweise Fahrzeugzubehör. An zweiter Stelle standen Verstöße gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB).
  • Spitzenreiter bei der Unterscheidung nach Produktgruppen waren mit 31 Prozent der gemeldeten Produktmängel Bedarfsgegenstände für Heim und Freizeit. Maschinen und persönliche Schutzausrüstungen waren weniger auffällig.
  • Die Zahl der Produktrückrufe ist weiter angestiegen. Sportgeräte und Fortbewegungsmittel, Verteiler und Stromwandler sowie Bedarfsgegenstände für Kinder führen die Statistiken an.

Ebenfalls in der Dokumentation erfasst sind aktuelle Zahlen zum Unfallgeschehen mit Geräten und Maschinen. Für das Jahr 2015 wurden der BAuA gemeldet:

  • 146 tödliche Arbeitsunfälle
  • 117 davon standen im Zusammenhang mit technischen Produkten.

In fast 7 von 10 Fällen ist die Unfallursache jedoch nicht technisches Versagen, z.B. von Sicherheits- und Schutzeinrichtungen, sondern menschliches Fehlverhalten.

Quelle WEKA

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