Entwurf DIN EN ISO 9001:2014-08 veröffentlicht

Veröffentlicht am 31. Juli 2014 von in Normung

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Endlich ist sie da – Erscheinungsdatum der 2014-07-25 – der Entwurf der neuen ISO 9001.
Für diejenigen, die sich aktiv mit dem Inhalt des Entwurfes beschäftigen wollen, der Hinweis: die Einspruchsfrist endet am 25.09.2014.

Die Kommunikation ist hierbei über den Arbeitsausschuss NA147-00-01 AA zu führen.

Nachstehend möchten wir Sie über die Änderungen gegenüber den Ausgaben 2008-12 und der Berichtigung 1 aus 2009-12 informieren (diese und nachstehende Information ist ebenfalls unter www.beuth.de einzusehen).

Änderungen

Gegenüber DIN EN ISO 9001:2008-12 und DIN EN ISO 9001 Berichtigung 1:2009-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) die Norm wurde grundlegend überarbeitet.

Eine Übersicht der wesentlichen Änderungen findet sich in Anhang A;

b) die Abschnittsreihenfolge wurde verändert, damit sie mit der in den ISO-Direktiven festgelegten
Grundstruktur für Managementsystemnormen („High Level Structure“) übereinstimmt.
Im Zuge dessen wurde auch der Anhang zu Entsprechungen zwischen ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004 entfernt, da zukünftig beide Normen der gleichen Struktur folgen werden;

c) der in den ISO-Direktiven festgelegte einheitliche Basistext, die gemeinsame Benennungen sowie die Basisdefinitionen für den Gebrauch in Managementsystemnormen wurden übernommen.
Neu sind in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden Punkte:

  • es wurde ein Abschnitt 4 zur Bestimmung des Kontexts der Organisation eingefügt, der die Bestimmung der interessierten Parteien und ihrer für das Qualitätsmanagementsystem relevanten Anforderungen umfasst;
  •  es wurde der „risikobasierte Ansatz“ hervorgehoben (siehe vor allem 6.1);
  •  „dokumentierte Information“ wurde als neuer Sammelbegriff der bisher bekannten „dokumentierten Verfahren“ und „Aufzeichnungen“ eingeführt, die Forderung nach einem Qualitätsmanagementhandbuch ist entfallen;

d) anstelle von „Produkten“, was bislang „Dienstleistungen“ umfasste, wird nun ausdrücklich von „Produkten und Dienstleistungen“ gesprochen, um die Bedeutung der Norm für den Dienstleistungssektor hervorzuheben;

e) die für die Anwendung der ISO 9001 relevanten Begriffe und Definitionen aus der ISO 9000 wurden in das Dokument übernommen;

f) der prozessorientierte Ansatz würde gestärkt und neue Anforderungen wurden formuliert (siehe vor allem 4.4);

g) im Zusammenhang mit Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse in der Organisation wird der „Beauftragte der obersten Leitung“ für das Qualitätsmanagementsystem nicht mehr explizit gefordert;

h) Festlegungen zur Planung und Durchführung von Änderungen am Qualitätsmanagementsystem eingefügt (siehe 6.3);

i) Festlegungen zu Tätigkeiten nach der Lieferung des Produkts bzw. Erbringung der Dienstleistung eingefügt (siehe 8.5.5);

j) durch die Formulierung der Anforderungen erübrigt sich die bisherige Option, bestimmte Anforderungen als „nicht zutreffend“ auszuschließen (siehe 4.3);

k) das „Wissen der Organisation“ wird als Ressource explizit aufgenommen (siehe 7.1.6);

l) ein Anhang B wurde aufgenommen, in dem die Grundsätze des Qualitätsmanagements dargestellt sind;

m) in Anhang C wurde eine Übersicht über die Normen der ISO 10000-Reihe aufgenommen, die Organisationen bei der Einführung oder bei Verbesserungsanliegen ihrer Qualitätsmanagementsysteme, deren Prozesse oder deren Tätigkeiten unterstützen können

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