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Um sich zunächst die Frage beantworten zu können, ist es notwendig sich der Definition nach Maschinenrichtlinie zu widmen.
Hier heißt es in Artikel 2 Absatz b):

„ …eine Vorrichtung, die der Bediener einer Maschine oder Zugmaschine nach deren Inbetriebnahme selbst an ihr anbringt, um ihre Funktion zu ändern oder zu erweitern, sofern diese Ausrüstung kein Werkzeug ist“.

Weiter gilt es zu betrachten, was im Anhang I Nr. 1.1.1.d) der Maschinerichtlinie festgelegt ist, nämlich die Definition Bedienungspersonal.
Sinngemäß heißt es hier – dass die Person bzw. die Personen, die für die Installation, Betrieb, Einrichten, Wartung, Reinigung, Reparatur oder Transport von Maschinen zuständig sind.

Einfach Zusammengefasst:

Es handelt sich bei der auswechselbaren Ausrüstung um technische Anbaugeräte, die eigens dafür konstruiert und ausgeführt werden, um diese Ausrüstungen durch den Bediener an die bereits in Betrieb genommene Maschine anzubringen.

Dies ist das entscheidende Merkmal zu allen anderen möglichen Zuordnungen, also unvollständige Maschine oder Werkzeug – denn die Art und Weise der Handhabung und Nutzung ist ausschließlich dem Bediener überlassen – natürlich nach der vom Hersteller erstellten Bedienungs- und Montaganleitung.

Eine unvollständige Maschine wird so konstruiert und ausgeführt, dass sie einmalig eingebaut und installiert wird und genau dort verbleibt.

Werkzeuge werden so charakterisiert – Produkte die das zu bearbeitende Fertigungsteil direkt berühren, ohne die Funktion der Maschine zu ändern oder zu erweitern (Klassiker: der Bohrer, die Fräse).

Das Zusammenbringen von auswechselbarer Ausrüstung und Grundmaschine stellt selbstverständlich keine neue Maschine im Sinne der Gesamtheit von Maschinen wie sie in Artikel 2 a der Maschinenrichtlinie beschrieben wird, dar.

Begründung für diese unsinnige Annahme ist der, dass der Hersteller der Grundmaschine aufgrund der spezifischen Anwendungen und der Teils komplexen Bauarten von auswechselbaren Ausrüstungen, keine vollständige Aussage zu den sich ergebenen Gefährdungen machen kann.

Fazit:

Genau um dieses Defizit in den Betrachtungen zweier Hersteller ausgleichen zu können, ist der Begriff – auswechselbare Ausrüstung – in den Anwendungsbereich der Maschinenrichtlinie aufgenommen worden.

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